England Rugby: 264-Millionen-Deal zwei Jahre nach dem Start
Zwei Jahre nach dem 264-Millionen-Pfund-Pakt von RFU und Premiership fragt der Guardian, ob England vor der WM in einem Jahr auf Kurs ist.
Vor zwei Jahren haben der englische Verband RFU und die Klubs der Premiership 264 Millionen Pfund angekündigt, um die Rugby-Landschaft in England neu zu ordnen. Ein Jahr vor der Weltmeisterschaft fragt The Guardian in einem Beitrag von Gerard Meagher, ob England auf dem Weg zu den damals genannten Zielen ist.
Die Vereinbarung, die „Professional Game Partnership“ (PGP), war laut Bericht in Twickenham als „historisch“ bezeichnet worden. Sie solle „weltklasse englische Teams und florierende Profiligen“ bringen, hieß es damals. Ob beides erreicht wird, lässt Meagher offen.
Nationaltrainer Steve Borthwick fehlte bei der Vorstellung. Der wichtigste Punkt für ihn: Er darf 25 aufgewertete Verträge vergeben und erhält mehr Zugriff auf die ausgewählten Spieler. Wie weit dieser Zugriff reicht, sei nicht scharf umrissen. Aus heutiger Sicht, schreibt Meagher, hätte der Verband angesichts der finanziell angeschlagenen Klubs deutlich mehr Eigenständigkeit durchsetzen können. Stattdessen setzte die RFU auf Zusammenarbeit.
Als Ergebnis nennt der Guardian eine Liga mit vielen Versuchen, das formale Ende des Abstiegs und einen Schritt hin zu einem Franchise-System. Bei den Verantwortlichen der Premiership herrsche Optimismus, die meisten Kennzahlen wiesen auf ein wachsendes kommerzielles Produkt. Auch die weniger sichtbaren Teile der Vereinbarung, etwa die bessere Abstimmung der Marketingabteilungen, funktionierten. Die Gefahr durch die Serie R360 sei abgewendet, Investoren kämen nach und nach hinzu.
Jeder Klub erhält 3,3 Millionen Pfund im Jahr und ist davon stark abhängig. Der Guardian hält es für möglich, dass die Geschichte die Entscheidung der RFU, sich mit den Klubs zu verbünden statt sie auszunutzen, einmal als klug bewertet.
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