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Harlequins, Northampton und Gloucester im Fokus ausländischer Investoren

Vor dem Start der ersten geschlossenen Prem-Saison melden Investoren aus den USA und dem Nahen Osten Interesse an drei Rugby-Klubs – auch an der Liga selbst.

Ansicht des Harlequins-Stadions mit Tribünen und Toren unter blauem Himmel

Harlequins, Northampton und Gloucester stoßen bei ausländischen Investoren auf ernsthaftes Interesse. Das berichtet The Guardian am Tag vor dem Start der ersten Saison der Prem als geschlossene Liga, die am Freitag beginnt.

Laut einer nicht genannten Quelle mit Kenntnis der Gespräche gab es Anfragen mehrerer sehr vermögender Privatpersonen aus den USA und dem Nahen Osten. Hinzu kommen Konsumgütermarken, deren Interesse durch die Übernahme von Newcastle durch Red Bull im vergangenen Jahr geweckt worden sein soll.

Prem-Rugby-Geschäftsführer Simon Massie-Taylor sagte dem Guardian in dieser Woche, er rechne innerhalb der nächsten zwei Jahre mit „zwei oder drei weiteren" Übernahmen bei Klubs. Zuvor waren in diesem Jahr Bill Foleys Black Knight Group in Exeter und James Dyson in Bath eingestiegen.

Auch die Liga selbst ist Thema. Das US-Investmentunternehmen RedBird Capital Partners, das die Mehrheit an Milan hält und an Fenway Sports Group (Liverpool, Boston Red Sox) beteiligt ist, hat im Juli erste informelle Gespräche über einen Anteil an der Liga geführt. Seither hat sich nichts bewegt: Die Prem konzentriert sich darauf, die Zusammenarbeit mit ihrem bisherigen Partner CVC Capital zu vertiefen. Die Gespräche mit mehreren Klubs laufen dem Bericht zufolge weiter.

Bei Harlequins liegt die Anziehungskraft für Investoren nach Darstellung des Guardian auf der Hand. The Stoop liegt keine 15 Minuten von Heathrow entfernt, und mit einem Umsatz von knapp 30 Mio. £ steht der Klub an der Spitze der Liga. Sportlich lief es zuletzt schwächer: Die Mannschaft wurde in der vergangenen Saison Vorletzter und stand seit 2022 nicht mehr in den Play-offs.

Das kann bedeuten, dass sich die Kräfteverhältnisse in der Liga in den kommenden Jahren auch über Kapital verschieben. Ob die Gespräche mit den drei Klubs zu Abschlüssen führen, ist offen.

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