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Interviews

Peter O'Mahony über seinen zerstörerischen Ehrgeiz

Der frühere Irland-Captain spricht über die Härte seiner Karriere bei Munster und Irland und erklärt, warum er im Ruhestand entspannter geworden ist.

Peter O'Mahony in einem blauen T-Shirt steht mit verschränkten Armen unter einem Bogen
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Peter O'Mahony hat in einem Zeitungsgespräch mit dem "Guardian" eingeräumt, dass ihn ein tief sitzender Ehrgeiz während seiner Karriere oft mehr geschadet als genützt hat.

"Es ist ein natürlicher menschlicher Instinkt, besonders als Sportler, dass man nicht verlieren will. Aber phasenweise stand es mir im Weg und verursachte Verzweiflung. Ich weiss ehrlich nicht, woher dieser tief sitzende Hass kam, aber er hat mich zeitweise aus der Bahn geworfen", sagte O'Mahony.

Der frühere Captain von Munster, Irland und den British and Irish Lions befindet sich im zweiten Jahr seiner Karriere als Ehemaliger. Das Gespräch fand an einem ruhigen Abend in Dublin statt, kurz vor dem Beginn einer neuen Rugby-Saison. Anlass ist ein neues Buch, in dem O'Mahony auf seine Zeit als Spieler zurückblickt.

Auf die Frage, ob er denselben Ehrgeiz auch in einer anderen Disziplin entwickelt hätte, etwa als Schach- oder Mathematik-Talent, antwortete er nach einer Pause: "Rugby hat das bei mir definitiv angeheizt. Es ist ein aggressiver, harter Kontaktsport, das bringt es stärker hervor. Die andere Seite war, das Team zu vertreten, in dem ich aufgewachsen bin, sei es Con [Cork Constitution], Munster oder Irland. Sie bedeuteten mir jeweils enorm viel, und vielleicht kam meine Einstellung daher, dass ich es gut machen wollte für die Orte, aus denen ich komme und die mir so viel gegeben haben."

Im Buch beschreibt O'Mahony eine Philosophie, die bei Munster vor Spielen im European Cup herrschte. Den Spielern sei vermittelt worden, sich gegenüber der eigenen Familie egoistisch und hart zu verhalten. Nur so, glaubten sie damals, liessen sich die Bedeutung des Spiels und der eigene Ernst vermitteln.

Munster hat in den vergangenen Jahrzehnten Spieler hervorgebracht, die auch abseits des Feldes als scharfsinnig gelten: Keith Wood, Paul O'Connell, Ronan O'Gara, Conor Murray und O'Mahony selbst. O'Mahony ordnete die Härte der Kultur dennoch ein: "Rugby ist ein Spiel für harte Männer." Diese Spieler seien zähe Männer gewesen, sagte er, und unabhängig vom Sport lasse man Gefühle im Wettkampf nicht zu.

Ob das neue Buch auch auf die im Titel der Ankündigung erwähnte Vorliebe O'Mahonys für die Gartenarbeit eingeht, geht aus dem vorliegenden Gespräch nicht hervor.

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