Crystal Palace und Lech Poznań trafen am Mittwoch auf Selhurst Park in der ersten Runde der neuen UEFA Europa League. Die Gastgeber gewannen klar mit 4:0 und schrieben gleich in ihrer ersten Partie der Saison Geschichte. Die Gäste kamen nicht über eine defensive Haltung hinaus, während die Heimmannschaft von Beginn an den Rhythmus diktierte.
Interessant wird es, wenn man die ersten zwanzig Minuten betrachtet. Yeremy Pino traf bereits in der zehnten Minute und legte den Grundstein für den Abend. Chris Richards erhöhte in der siebenundzwanzigsten Minute, und kurz darauf folgte der Elfmeter von Jörgen Strand Larsen in der vierunddreißigsten Minute. Nebenbei ist anzumerken, dass Lech Poznań nach dem ersten Treffer nicht mehr richtig ins Spiel fand.
Die Statistik zeigt ein klares Bild: Crystal Palace besaß die Kugel in fünfzigdrei Prozent der Zeit und schuf drei große Chancen. Lech Poznań kam auf zwei, hatte aber weniger Treffsicherheit. Beide Mannschaften landeten sechs Schüsse auf das Tor, doch die Gastgeber nutzten ihre Möglichkeiten weitaus effizienter. Die erwarteten Tore lagen bei 2,14 zu 1,1 – eine Zahl, die das Ergebnis nicht übertreibt.
Und dann kam die zweite Halbzeit. In der einundsechzigsten Minute zog Trainer Graham Potter die ersten Wechsel durch, Anan Khalaili und Allahyar Sayyadmanesh gingen für Lech Poznań aufs Feld. Crystal Palace antwortete mit eigenen Änderungen: Quinten Timber, Joel Pereira und Patrick Walemark kamen herein. Die Gäste spielten die zweite Hälfte in Unterzahl, nachdem Radosław Murawski in der achtundachtzigsten Minute die rote Karte sah. Eddie Nketiah markierte den Abschluss in der achtundneunzigsten Minute.
Die Tabelle bleibt leer, beide Mannschaften stehen bei null Punkten. Crystal Palace liegt auf Platz fünfzehn, Lech Poznań auf Platz neunzehn. Was zählt, ist der Moment: Vier Tore in einer Partie, in der die Gastgeber nie in Bedrängnis kamen. Der Markt sieht ein torarmes Spiel, doch Selhurst Park bot mehr als erwartet.