Lommel United und Mechelen beendeten das Siebte der Pro-lyga Jupiler am Samstagabend unentschieden. Auf dem Sovereinstadion endete die Partie 0:0, ein Ergebnis, das die aktuelle Form beider Mannschaften widerspiegelt. Wir hatten auf einen Sieg der Gäste gesetzt, die Sicherheit lag bei 89 Prozent. Der Matchtag hat uns eines gelehrt: Vorhersagen sind nur so gut wie die Umsetzung am Tag X.
Die erste Halbzeit verlief eher taktisch als torgefährlich. Tom Reyners erhielt in der 40. Minute die erste Gelbe Karte, Dennis Praet folgte kurz vor dem Seitenwechsel in der 45. Minute. Simion Michez wurde in der 48. Minute verwarnt, als die Gäste im Angriff suchten. Lommel hielt die Struktur, Mechelen suchte nach Wegen durch die Mitte. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wer die Initiative ergriff.
In der zweiten Halbzeit kamen mehrere Wechsel. Juho Talvitie und Cedric Van Meirvenne gingen in der 60. Minute aufs Feld, Nicolas Rommens folgte in der 68. Minute. Stredair Appuah kam in der 72. Minute, Simion Michez und Luc Marijnissen wurden in der 77. Minute eingewechselt. Bouke Boersma und Fredrik Hammar schlossen in der 86. und 87. Minute ab. Marco Decherf und Jason Van Duiven erhielten in der 90. Minute ihre Karten.
Die Statistik zeigt ein ungleiches Bild. Mechelen besaß 47 Prozent Ball, Lommel 53 Prozent. Doch die Angriffe sprachen eine andere Sprache: 93 gegen 68. Die Gäste schufen zwei große Chancen, Lommel null. Vier Mal trafen die Gäste ins Tor, sechs Mal scheiterten sie. Die Zahlen lügen nicht, aber sie erzählen nicht die ganze Geschichte.
Lommel hatte 0,53 Ballbesitz, Mechelen 0,47. Der Gastgeber parierte vier Mal, der Gast null. Beide Mannschaften standen nach dem Abpfiff an unterschiedlichen Stellen der Tabelle. Lommel liegt auf Platz elf mit acht Punkten nach sieben Spielen, Mechelen auf Platz 17 mit drei Punkten. Ein Punkt mehr oder weniger ändert nichts an der Tatsache, dass beide Teams noch Luft nach oben haben.