Am Freitagabend endete das Spiel zwischen Aberdeen und Kilmarnock in der sechsten Runde der Scottish Premiership mit einem torlosen Unentschieden. Beide Mannschaften gingen mit je einem Punkt aus der Begegnung. Interessant wird es, wer von den beiden Teams die nächste Chance nutzt, denn die Tabelle zeigt: Aberdeen liegt auf Platz zehn mit vier Punkten, Kilmarnock auf Platz zwölf mit einem Punkt.
Die ersten entscheidenden Momente kamen zur Pause. Aberdeen tauschte gleich drei Spieler aus: Kevin Nisbet, M. Ntelo und Tony Yogane meldeten sich. Und dann kam die erste Gelbe Karte für Kilmarnock – Aaron Tshibola. Die Gäste standen hinten offen wie ein Scheunentor, das merkte man schon früh. Christopher Cadden und Tom Lowery folgten kurz darauf, Ayoub Mouloua und N. McCann später. Mats Knoester und Lewis Mayo wurden ebenfalls verwarnt, Stuart Armstrong als letzter.
Die Statistik erzählt eine andere Geschichte als das Ergebnis. Aberdeen kontrollierte mit 55 Prozent Ballbesitz das Spiel, doch nur zwei Schüsse landeten aufs Tor. Kilmarnock hatte 45 Prozent, dafür vier Trefferversuche in Richtung Tor. Die Gäste brachten die Ecke gefährlicher vors Tor, die Akkurazität lag bei 36 Prozent gegenüber 20 bei den Hosts. Viele Schüsse, wenig Tore – das war der Abend.
Wir hatten auf einen Heimsieg gesetzt, die Wahrscheinlichkeit lag bei 41 Prozent. Der Matchplan ging anders auf. Kilmarnock verteidigte tiefer, ließ Aberdeen den Ball spielen und suchte im Konter. Djenairo Daniels und Lewis Smith kamen nach 62 Minuten, Nesta Guinness-Walker und Erik Ring später. Greg Kiltie als letzter Einwechselspieler. Die zweite Hälfte spielten die Gäste in Überzahl – oder zumindest so, als ob.
Was bleibt, ist die Tabelle. Aberdeen mit fünf Spielen, vier Punkten, drei Niederlagen. Kilmarnock mit einem Punkt nach fünf Partien. Ein Unentschieden ändert nichts an der Lage, aber es verlängert die Durststrecke für die Gäste. Drei- oder vier entscheidende Momente machen ein Spiel, der Rest ist Hintergrund. Dieser Abend war einer, an dem beide Teams zu wenig hatten.