Berchot-Vilrijk gewinnt mit 3:1 gegen Lierse Kempenzonen
In der fünften Runde der Challenger Pro Liga setzte sich Berchot-Vilrijk am Freitagabend klar gegen Lierse Kempenzonen durch. Das Spiel endete mit 3:1 für die Gastgeber, die damit ihre Tabellenführung festigten. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie die Partie verlief — nicht nur nach dem Ergebnis, sondern nach den Momenten, die sie bestimmten.D'Margio Wright-Phillips erzielte bereits in der dritten Minute das erste Tor. Vier Minuten später vergab Brian Plat einen Elfmeter nicht und verdoppelte die Führung. Seit acht Spielen ungeschlagen, zeigten die Gastgeber, dass sie auch unter Druck konsequent blieben. Lierse kam erst in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel. Samih El Touile bekam in der 57. Minute einen Elfmeter zugesprochen, und Alexandre Stanic verwandelte sicher zum Anschlusstreffer. Nebenbei: Der Schiedsrichter hatte zuvor einen VAR-Eingriff bei einem möglichen Foul veranlasst. Doch das reichte nicht aus, um die Partie zu drehen.
Sem Audoor traf in der 77. Minute zum 3:1. Der Treffer wurde zunächst durch den VAR überprüft und in der 80. Minute bestätigt. Bis dahin hatte Lierse bereits die Initiative übernommen — 56 Prozent Ballbesitz lagen in ihrer Favoritenrolle. Und doch gingen viele Chancen verloren. Die Gäste hatten zwar 487 Pässe gespielt, davon 392 erfolgreich, aber nur vier Treffer auf das Tor. Berchot-Vilrijk hingegen nutzte seine Chancen präziser. Fünfmal trafen sie ins Ziel, siebenmal daneben. Drehten die Partie, wenn man so will — nicht durch Kontrolle, sondern durch Effizienz.
Auf der Ersatzbank gab es zahlreiche Wechsel. In der 45. Minute kamen Dylan Dassy und Cristian Makate für Lierse ins Spiel. Bei Berchot-Vilrijk holte Trainer Jelle Vossen in der 65. Minute einen Spieler zurück. In der 82. Minute wurden drei Spieler gleichzeitig ausgewechselt — D'Margio Wright-Phillips, Genki Haraguchi und Bas Van den Eynden. Die letzte Änderung fiel in der 84. Minute: Bryan Smeets verließ das Feld für Lierse. Eine gelbe Karte erhielt Noam Mayoka-Tika kurz vor der Halbzeitpause. Rote Karten blieben aus.
Die Tabelle zeigt nun: Berchot-Vilrijk steht auf dem ersten Platz mit neun Punkten nach vier Spielen. Drei Siege, eine Niederlage. Lierse Kempenzonen liegt auf dem zehnten Rang mit fünf Punkten — ein Sieg, zwei Unentschieden, eine Niederlage. Die Gastgeber haben damit einen klaren Vorsprung aufgebaut. Sind klar in der Favoritenrolle, wenn man die bisherigen Ergebnisse betrachtet. Patro Eisden, Anderlecht II, Kortrijk II — alle besiegten sie in den letzten Wochen. Lierse hingegen kämpft noch um Stabilität. Der Konflikt wurde öffentlich, als die Gäste gegen Lüttich und Serain United nur unentschieden spielten.
Was bleibt, ist die Erkenntnis: Ein Match wird nicht durch Statistik entschieden, sondern durch drei, vier entscheidende Momente. Hier waren es die frühen Tore, der Elfmeter in der zweiten Halbzeit und der späte Treffer von Audoor. Der Rest war Hintergrund. Berchot-Vilrijk geht mit dem Sieg aus dem Stadion, Lierse muss nachdenken. Fällt für den Rest der Saison aus — nein, das wäre übertrieben. Aber die Lücke ist spürbar geworden.