Am Sonntagabend traf Borussia Dortmund im Signal Iduna Park auf Villarreal. Die Partie endete 3:2 für die Heimmannschaft in der ersten Runde der neuen Champions-League-Phase. Wer zuerst traf, wer nachlegte – und wer am Ende die Nase vorn hatte, lässt sich an den Minuten ablesen.
Die erste Entscheidung fiel bereits in der 53. Minute, als Renato Veiga von Villarreal einen Ball ins eigene Netz lenkte. Dortmund ging 1:0 in Führung. Zuvor hatte es bereits gelbe Karten gegeben – Waldemar Anton und Pau Navarro in der 38. Minute, Sergi Cardona Bermúdez in der 42. Minute. Der Gast wechselte in der 45. Minute aus. Und dann kam die zweite Halbzeit.
Villarreal reagierte. In der 66. Minute erzielte Álvaro Santiago Mouriño González den Ausgleich. Interessant wird es, wenn eine Mannschaft nicht aufgeben will. Dortmund musste neu ordnen, wechselte in der 75. Minute drei Spieler: Tajon Buchanan, Marcel Sabitzer und Felix Nmecha kamen herein. Nebenbei zeigte die Partie, dass beide Seiten offen spielen wollten.
Dortmund kehrte zurück. Serhou Guirassy traf in der 80. Minute zum 2:1. In der 85. Minute folgte der Elfmeter – ebenfalls Guirassy, 3:1. Doch der Ball ging nicht in die Tasche der Gastgeber. Drei Minuten über die volle Zeit schoss Guirassy selbst ein Eigentor. Das Ergebnis stand: 3:2. Und dann war Schluss.
Die Zahlen sprechen für eine enge Begegnung. Dortmund hatte 53 Prozent Ballbesitz, 6 Treffer aufs Tor, 5 daneben, 7 geblockte Schüsse. Villarreal kam auf 47 Prozent, 5 Treffer aufs Tor, 4 daneben, 2 geblockt. Beide Torhüter parierten vier Mal. Die Schüsse kamen zu gleichen Teilen aus der Distanz und aus der Nähe.
Für beide Teams ist dies der erste Auftritt in der neuen Liga-Phase. Beide stehen bei Null Spielen, Null Punkten. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass eine Partie an solchen Momenten entscheidet – nicht an der Gesamtzahl der Pässe oder der Schüsse. Drei, vier Entscheidungen. Der Rest ist Hintergrund.