Hannover 96 und Wolfsburg trafen in der 2. Bundesliga aufeinander. Das Spiel endete 0:1. Der einzige Treffer fiel in der 87. Minute, als F. Reese einen Strafstoß verwandelte. Interessant wird es immer dann, wenn die Zeit knapp wird.
Hannover dominierte den Ball, 52 Prozent lagen in ihren Füßen. Sie schossen elfmal, zwei Treffer landeten im Torraum. Wolfsburg hatte 48 Prozent, zwölf Versuche, sieben davon aufs Ziel. Die Zahlen zeigen: Hannover hatte die Ballkontrolle, Wolfsburg die Effizienz. Nebenbei merkt man, dass Statistik nicht immer den Verlauf erklärt.
Die Karte für Jonas Adjei Adjetey kam in der 69. Minute, für Vinícius Souza in der 81., für Jean Hugonet in der 86. Drei gelbe Karten, keine rote. Die Beinahe-Disziplinierung in den letzten Minuten deutet auf die Anspannung hin, die ein so knapper Sieg erzeugt.
Hannover steht nach vier Spielen auf dem zehnten Platz mit vier Punkten. Ein Sieg und zwei Niederlagen, eine Unentschieden. Wolfsburg liegt an zweiter Stelle, zehn Punkte aus drei Siegen und einem Remis. Der Abstand von sechs Zählern ist in dieser Phase der Saison noch nichts, aber er ist da.
Die Gastgeber verloren die Nerven, als die Minute 87 kam. Und dann steht der Gegner oben, und man muss nachlegen. Das Spiel war kein Spektakel, aber es war ein Sieg, der gezählt wird. Sechs Punkte trennen die beiden Teams, und die Tabelle wird sich ändern.