Duisburg kontrolliert die Partie gegen Würzburg
MSV Duisburg und Würzburger Kickers trafen in der 3. Liga am Samstag aufeinander, und die Partie endete mit einem klaren 3:0 für die Gastgeber. Interessant wird es dabei, wie die Zahlen aussehen: Duisburg hatte mit 48 Prozent Ballbesitz weniger Kontrolle als die Gäste mit 52, doch die Effizienz auf dem Platz war eindeutig auf der anderen Seite verteilt.
Neun Minuten nach dem Anpfiff legte L. Lobinger nach, und sechs Minuten später verdoppelte er bereits. Und dann kam die Phase, in der Würzburg eigentlich hätte antworten müssen. Nebenbei fiel auf, dass die Gäste zwar mehr Angriffe zustande brachten — 83 zu 100 —, aber von zehn Torschüssen auf das Tor der Gastgeber trafen nur zwei ins Ziel. Die Statistik sagt wenig über den Spielverlauf aus, aber die Momente sprechen für sich.
Auf der Bank von Duisburg geschah am Beginn der zweiten Halbzeit gleich zweimal ein Wechsel, und bei Würzburg folgte ein weiterer Austausch. Bei 64 Minuten kamen dann gleich drei Spieler für die Gastgeber rein — L. Lobinger, C. Noss und J. Bitter. Das ist Taktik, nicht nur Reaktion. Lobinger selbst erhielt eine gelbe Karte in der 61. Minute, bevor er ausgewechselt wurde. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie viele gelbe Karten insgesamt fielen: sieben insgesamt, verteilt auf beide Mannschaften.
Der dritte Treffer fiel in der 71. Minute durch C. Viet. Und dann war die Partie entschieden. Würzburg hatte fünf Schüsse aufs Tor abgefeiert, aber keine traf. Duisburg traf zweimal von zehn Schüssen ins Ziel — das ist der Unterschied zwischen Chancenverwertung und Verschießen.
In der Tabelle bedeutet das für Duisburg den dritten Sieg in Serie an der Tabellenspitze, neun Punkte nach drei Spielen. Würzburg bleibt auf Platz acht mit vier Punkten. Nebenbei: Die Gastgeber verloren in der Vorwoche noch mit 1:3 gegen Elversberg, und nun sehen sie anders aus. Das Verhältnis ist anders geworden.
Was man nicht sagen kann, ist, dass Würzburg schlecht gespielt hat. Sie hatten mehr Ballbesitz, mehr Angriffe, mehr Freistöße. Aber die Statistik zeigt auch: nur ein Treffer auf dem Weg ins Tor. Und das ist der Punkt, an dem die Partie fiel — nicht in der 9. Minute, nicht in der 71., sondern in jedem Moment dazwischen, wo die Gäste den Ball behielten, aber nicht den entscheidenden Schritt vornahmen.