Am Freitagabend traf St. Mirren in der Premiership auf Celtic. Das Spiel endete 1:2 für die Gäste. Interessant wird es, wenn man sich die Tordifferenz ansieht: nach sechs Runden liegt Celtic mit fünf Siegen an der Tabellenspitze, St. Mirren bleibt Dritter mit zehn Punkten.
Die erste Chance ergab sich schon in der achten Minute, als Colby Donovan von Celtic eine Gelbe Karte sah. Nebenbei fiel dann in der 22. Minute das 1:0 für die Hausherren — Nikolas Agrafiotis verwandelte einen Elfmeter. Kurz darauf sah man, wie der VAR eingriff: Camilo Duran hatte in der 31. Minute einen Treffer für Celtic erzielt, doch er wurde annulliert. Calvin Ramsay kassierte in der 37. Minute ebenfalls eine Verwarnung.
Und dann kam der Wendepunkt. Liam Scales erhöhte in der 51. Minute auf 1:1. Die Gäste gaben nicht auf. In der 68. Minute traf Yang Hyun-Jun zum 2:1. Agrafiotis wurde daraufhin ausgewechselt, Mochrie kam für St. Mirren ins Spiel. Es folgten zahlreiche Wechsel auf beiden Seiten — in der 83. Minute kamen gleich zwei Akteure pro Team. Shumaira Mheuka hatte in der 90. Minute ebenfalls einen Treffer, der per VAR gestrichen wurde. Bis zum Ende erhielt St. Mirren drei weitere Gelbe Karten.
Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte. Celtic hatte 140 Angriffe gegenüber 58 von St. Mirren, 60 Prozent Ballbesitz und 8 Schüsse aufs Tor. Die Hausherren waren mit 6 Treffern genauer, hatten aber weniger Gelegenheiten. Vier große Chancen kreierten die Gäste, St. Mirren kam auf zwei. Interessant wird es, wenn man bedenkt, dass Celtic mit weniger Schüssen traf — die Quote stimmt.
Für Celtic bleibt die Führung in der Tabelle intakt. St. Mirren verliert den Anschluss an die Spitzengruppe nicht ganz, doch die zwei Punkte fehlen nun. Die Gäste haben den breiteren Kader und konnten für eine Überraschung sorgen — doch diesmal war es die erwartete Entwicklung. Und dann steht man mit dem Rücken zur Wand, wenn man den nächsten Gegner sucht.