Im Grolsch Weste trafen Twente und PSV Eindhoven in der siebten Runde der Eredivisie aufeinander. Das Spiel endete 3:2 für die Gastgeber, und dann gab es noch eine Minute, in der alles entschieden wurde.
PSV übernahm früh die Initiative. In der 14. Minute erzielte Younes Taha El Idrissi das erste Tor für Twente, ehe Guus Til in der 26. und 29. Minute doppelt traf. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie PSV die Führung verteidigte – oder nicht verteidigte.
Twente ließ sich nicht unterkriegen. Wout Weghorst verkürzte in der 75. Minute, und Daouda Weidmann brachte die Gäste in der 83. Minute auf 3:2. Nebenbei fiel auf, dass beide Gelb-Karten-Verwarnungen bei PSV kamen – van Bommel und Perišić – während Weghorst bereits in der ersten Halbzeit verwarnt wurde.
Die Statistik zeigt ein klares Bild: PSV hatte 60 Prozent Ballbesitz und 106 Angriffe, Twente 40 Prozent und 85 Angriffe. Doch die Effizienz lag beim Gastgeber – fünf Treffer aus 14 Schüssen im Strafraum, während PSV nur vier Treffer aus acht Schüssen erzielte. Und dann ist da noch der Faktor, dass Twente mit 2,4 Expected Goals mehr Chancen generierte als PSV mit 1,02.
Beide Mannschaften stehen vierter bzw. dritter Platz mit jeweils 16 Punkten nach sieben Spielen. Das Ergebnis ändert nichts an der Tabelle, interessant wird es aber in der Dynamik – Twente hat seit dem 2:0 gegen ADO Den Haag nur noch einmal verloren, PSV verlor zuletzt gegen Twente zum ersten Mal in dieser Saison.
Wir hatten auf einen Sieg der Gäste gesetzt, mit 45 Prozent Sicherheit. Der Matchplan ging nicht auf – Twente spielte den Gegner an die Wand, als PSV die Konzentration verlor. Nebenbei fällt auf: PSV brauchte die Punkte dringend, und Twente brauchte sie noch dringender.