Maribor und Aluminij bestritten am Samstagabend in der ersten Liga SNL ein Spiel, das mit 2:2 endete. Die Partie auf dem Ljudski Vrt gehörte zu jenen, in denen die Entscheidung erst spät fiel. «Und dann» kam der Elfmeter in der 91. Minute, und das Ergebnis war nicht mehr zu ändern.
Tshipamba eröffnete für Maribor in der 22. Minute, als die Gastgeber ihren Druck in ein Ergebnis verwandelten. Aluminij antwortete fünf Minuten vor der Pause durch Petrisko. In der zweiten Halbzeit drehte Tezak in der 80. Minute den Stand. Die Gastgeber liehen sich die Punkte erst in der Nachspielzeit zurück.
Maribor dominierte den Ball mit 55 Prozent. Die 11 Treffer auf das Tor bei 18 Versuchen zeugen von einer hohen Anzahl an Chancen. Aluminij mit 45 Prozent Besitz parierte mit 9 Treffern auf 11 Versuche effizienter. «Interessant wird es», wenn man vergleicht: drei Treffer aus 20 Schüssen versus zwei aus elf.
Die Tabelle zeigt den Unterschied zwischen den Seiten. Maribor liegt nach zehn Spielen ungeschlagen an der Spitze mit 20 Punkten. Aluminij mit 13 Punkten belegt den fünften Rang. Das Remis beendet für die Gäste den Aufwärtstrend aus dem 6:1 gegen Murak, ohne die Position zu verändern.
Wir hatten einen Sieg für die Gastgeber prognostiziert. Die Rechnung ging nicht auf. Was den Vorhersager irritierte, war nicht die Leistung der Gastgeber, sondern die Übersichtlichkeit, mit der Aluminij die Räume nutzte, wenn Maribor nach vorne zog. Die Statistik bestätigt das: 72 Angriffe gegen 97, aber eine höhere Trefferquote.
Die Gastgeber müssen zu Hause liefern, und das taten sie. Ein Punkt mehr ändert nichts an der Tabellenführung, aber er erinnert daran, dass eine ungeschlagene Bilanz immer fragiler ist als eine mit Siegen gefüllte. Maribor bleibt oben, Aluminij bleibt im Mittelfeld.