St.-Troyen und Westerlo trafen am Sonntag in der siebten Runde der Pro-liga Jupiler aufeinander. Das Spiel endete 0:2 für die Gäste, die damit ihre Serie gegen die Gastgeber unterbrachen. Norman Bassette traf in der 36. Minute, Cisse Sandra in der 46.
Der erste Treffer fiel, als sich Westerlo nach einer Ecke Raum schuf. Bassette nutzte die Situation, standen nur noch zu zehnt die Abwehr nicht dicht genug. Und dann war es geschehen, der Ball landete im Netz, bevor die Verteidiger reagieren konnten.
Nach der Pause ging Westerlo konsequent. Sandra erzielte in der 46. Minute den zweiten Treffer, nutzten den Standard, den die Gastgeber nicht konsequent verteidigten. Interessant wird es, wenn man die Positionen betrachtet — beide Tore entstanden aus Standardsituationen, die Gäste waren präziser.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. St.-Troyen hatte mit 64 Angriffen mehr als Westerlo mit 69, aber die Effizienz fehlte. Die Gastgeber schossen 14-mal in den Strafraum, doch nur drei Treffer auf Ziel kamen heraus. Westerlo traf achtmal von acht Schüssen auf Ziel — haben den breiteren Kader, das zeigte sich in der Umsetzung.
Beide Teams spielten etwa zur Hälfte Ballbesitz, doch die Qualität der Pässe unterschied sich deutlich. St.-Troyen scheiterte bei 73 von 465 Pässen, Westerlo bei 74 von 454. Die Gäste waren in der Luft mit 19 Duellen gleichauf, doch die Verteidigung war klarer mit 27 Clearances.
In der Tabelle bedeutet das für St.-Troyen weiterhin Platz 11 mit acht Punkten nach sieben Spielen. Westerlo bleibt mit zehn Punkten auf Rang 8. Im Pokal gelten eigene Gesetze, doch hier ging es um die Liga — und die Gäste zeigten, warum sie weiter oben stehen.
Wir hatten auf einen Heimsieg gesetzt, die Wahrscheinlichkeit lag bei 53 Prozent. Der Match ging anders. Das Verhältnis ist zerrüttet, wenn man Angriffe und Treffer vergleicht — und das war es, was unseren Vorhersagen den Boden untergrub.