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Ronald Acuña Jr. sorgt mit Homerun-Jubel für Ärger

Der Braves-Star feierte einen Homerun gegen die Phillies mit ausgebreiteten Armen und Tanzschritten – und löste damit erneut die Debatte um Baseballs ungeschriebene Regeln aus.

Ronald Acuña Jr. in rotem Atlanta-Pullover diskutiert mit Schiedsrichter

Ronald Acuña Jr. traf am Samstagabend im dritten Inning gegen die Philadelphia Phillies zu einem Homerun – und sorgte mit der Art, wie er ihn feierte, für Ärger. Der Braves-Schlagmann breitete beim Umrunden der Bases die Arme aus wie ein Flugzeug und setzte tänzelnde Schritte ein. Phillies-Pitcher Zack Wheeler, der den Ball geworfen hatte, und Manager Don Mattingly zeigten sich über die aus ihrer Sicht respektlose Geste verärgert.

Eine Woche zuvor hatte Jazz Chisholm von den New York Yankees einen ähnlichen Streit ausgelöst. Beim 16:1-Erfolg gegen die Boston Red Sox stahl der zweite Baseman zwei Bases, obwohl die Partie längst entschieden war und die gegnerische Abwehr seine Läufe bereits hingenommen hatte. Nach einer seit 150 Jahren geltenden ungeschriebenen Regel gilt es in solchen Fällen als Übereinkunft, auf weitere Vorstöße zu verzichten. Red-Sox-Radioreporter Will Flemming schlug auf Sendung vor, ein Yankees-Spieler solle dafür mit einem gezielten Wurf bestraft werden.

Auch an diesem Wochenende, während der Serie zwischen den Colorado Rockies und den St. Louis Cardinals, kam es zu einem Zwischenfall – diesmal ohne Streit zwischen den beiden Teams. Schiedsrichter Doug Eddings unterbrach das Spiel, um Cardinals-Neuling Hancel Rincon aufzufordern, seine Kappe zurechtzurücken.

Die drei Szenen binnen weniger Tage reihen sich in eine Debatte ein, die den nordamerikanischen Baseball seit Jahren begleitet: den Streit um ungeschriebene Regeln, die vorschreiben, wie sich Spieler nach einem Homerun oder bei klaren Spielständen zu verhalten haben. Mit der Kampagne „Let the Kids Play“ hatten Liga und Verbände versucht, einen Kulturwandel anzustoßen und mehr Ausdruck auf dem Feld zuzulassen.

Sollten sich solche Zwischenfälle häufen, dürfte der Druck auf die Major League Baseball wachsen, klarer zu regeln, was auf dem Feld erlaubt ist und was nicht.

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