Kim Kardashians «Team Moms: Baseball» startet auf Paramount+
Die Reality-Serie begleitet Eltern der Legendary Prep Academy in Scottsdale. Der Guardian sieht sie näher bei «Real Housewives» als bei ESPNs «30 for 30».
Am Donnerstag startet auf Paramount+ die Reality-Serie «Team Moms: Baseball». Sie begleitet Eltern, deren Söhne die Legendary Prep Academy in Scottsdale, Arizona, besuchen, eine Baseball-Akademie mit klarem Leistungsfokus. Kim Kardashian ist als Executive Producer beteiligt, produziert wird die Serie von den Machern von Love Island (ITV America) für Paramount Skydance.
Der Guardian ordnet die Serie eher bei den «Real Housewives» des Senders Bravo ein als bei der ESPN-Dokureihe «30 for 30». Der Titel spielt auf «Teen Mom» von MTV an. Im Mittelpunkt der acht Folgen von je etwa einer Stunde stehen nicht die 13- und 14-jährigen Spieler, sondern deren Eltern und ihr Ehrgeiz um Ansehen und Einfluss. Schon der Vorspann setzt diesen Ton: Familienporträts wechseln mit Szenen aus dem Spiel der Kinder und enden bei Baseball-Karten.
Der Guardian erinnert daran, dass übereifrige Sporteltern lange als Negativfiguren galten. Genannt werden Marv Marinovich und Jim Pierce als Inbegriff übergriffiger Väter sowie Sarah Palins «Hockey Mom». Die Serie stelle diese Figur nun als begehrenswert dar. Wer darin Einblicke in die Jugendsportbranche erwarte, werde enttäuscht: Sie setzt laut dem Bericht rund 40 Milliarden Dollar um und gerät zunehmend unter den Druck von Private-Equity-Investoren, die einen wachsenden Teil der Familienbudgets abschöpfen.
Das kann bedeuten, dass der Jugendbaseball als Geschäftsfeld weiter ins Unterhaltungsprogramm rückt. Ob die Serie mehr Aufmerksamkeit auf die Kosten für die Familien lenkt, hängt davon ab, wie viel davon in den Folgen tatsächlich vorkommt.
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