Kibirkštis Vilnius hat in der EuroLeague der Frauen am Mittwochabend mit 103:65 gegen Athinaikos gewonnen. Das Spiel fand am 14. Oktober 2026 statt, und die Gastgeberin kontrollierte von Anfang an. «Der Sieg war klar», würde man hinterher sagen, aber interessant wird es, wenn man schaut, wie das Team das Tempo bestimmte.
Die letzte Partie gegen TTT Riga endete 80:59 für Kibirkštis, ein Sieg, der den Rhythmus bestätigte. Gegen Athinaikos liessen sie viel laufen, «nutzten den Standard» und kamen in die Tiefe. Nebenbei fiel auf, dass die Defensive stand — ohne spektakuläre Aktionen, aber mit der nötigen Disziplin. «Der Kapitän zog die Mannschaft mit», und das sah man an der Konstanz.
Wir hatten vorhergesagt: Sieg für die Gastgeberinnen, mit 70 Prozent Sicherheit. Der Prognosewert hat sich bewährt. Man konnte sehen, warum — das Verhältnis auf beiden Seiten war zerrüttet, als Athinaikos in die Defensive gedrängt wurde. Kibirkštis schlug in der Nachspielzeit jeder Viertelphase zu, «kamen in die Tiefe» und liessen nichts anbrennen.
Athinaikos hatte zuletzt gegen Gianina verloren, 62:92 — ein Ergebnis, das die Stimmung nicht gerade gehoben hat. Gegen Kibirkštis brachten sie den Vorsprung nicht über die Zeit, «stellten auf Dreierkette um», aber das half wenig. «Ein Derby mit eigener Rechnung», wie man sagen könnte, auch wenn es kein solches ist. Die Distanz wuchs, Minute für Minute.
Die Tabelle zeigt keinen dramatischen Wandel, aber die Punkteverteilung spricht für sich. Kibirkštis steht auf der Kippe — nicht in Gefahr, sondern als Favorit, der seine Rolle annimmt. Athinaikos hat noch Spiele vor sich, «können für eine Überraschung sorgen», wenn die Stimmung stimmt. Aber heute war das nicht der Fall.