Ein Abend, der alles andere als klar war
Zaragoza hat am Dienstagabend in der EuroLeague der Frauen mit 76:75 gegen Landes gewonnen. Das Spiel endete mit einem Punkt Unterschied, was in dieser Liga nicht alltäglich ist. Die Gastgeberinnen lagen lange unter Druck und machten früh den Sack zu.
Landes kam als Tabellenführer ins Spiel und hatte in den letzten sechs Partien vier Siege verbucht. Nebenbei ein Hinweis auf die Erwartungen: Wir hatten auf die Gäste gesetzt, 59 Prozent Vertrauen. Der Match veränderte sich dann, als die Heimmannschaft den zweiten Durchgang besser aufzog.
Interessant wird es bei den Zahlen. Landes warf 29 von 70 Feldwürfen, Zaragoza nur 25 von 65. Aber die Freiwürfe machten den Unterschied: 20 von 24 für die Gastgeberinnen, 11 von 15 für die Gäste. Das ist der Faktor, der oft übersehen wird.
Die Rebounds lagen bei 31 zu 36 für Landes, die Steals bei 9 zu 8 für Zaragoza. Die Heimmannschaft hatte weniger Fehler: 10 Turnovers gegenüber 16. In einem so knappen Spiel reicht ein Ballverlust, um die Chance zu verspielen.
Die Tabelle zeigt jetzt: Landes liegt unverändert an der Spitze mit 4 Siegen und 2 Niederlagen. Zaragoza bleibt auf Platz 3, ebenfalls nach 6 Spielen. Ein Punkt Unterschied hat die Reihenfolge nicht verändert, aber die Stimmung im Raum schon.
Was bleibt, ist die Erkenntnis: Statistik allein sagt wenig aus. Zwei Punkte Freiwurfquote, ein Dutzend weniger Ballverluste — das kann einen Titelentscheid beeinflussen. Der Rest ist Hintergrund.