Am Samstagabend traf Dynamo Dresden im Rudolf-Harbig-Stadion auf Hertha Berlin. Die Gäste aus der Hauptstadt gewannen das Spiel der sechsten Runde der zweiten Bundesliga mit 2:1. Für Hertha bedeutete das der sechste Sieg in Folge, Dresden bleibt mit vier Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.
Die Begegnung begann mit Tempo. In der zehnten Minute nutzte Patrice Čović eine Lücke und brachte Dresden in Führung. Hertha reagierte, fand aber noch nicht die nötige Präzision. In der 29. Minute änderte sich das: Jón Dagur Þórsteinsson verwertete eine Chance und glich aus. Und dann wurde es unruhig, mehrere Gelbe Karten in kurzer Folge zeugten von der Härte des Spiels.
In der zweiten Halbzeit suchte Hertha das Spiel. Die Gäste schufen mehr Großchancen als Dresden, doch ein Treffer blieb aus — bis zur 57. Minute. Oluwaseun Adewumi schien den Ausgleich zu erzielen, doch der VAR hob den Treffer auf. Interessant wird es, wenn man bedenkt, dass Hertha mit 2,58 Expected Goals deutlich gefährlicher wirkte als Dresden mit 0,83.
Die Statistik zeigt das Verhältnis: Dresden hatte 49 Prozent Ballbesitz, Hertha 51. Die Schüsse waren unausgeglichen — fünf verwertete Versuche für Dresden, neun für Hertha. Dresden versuchte es über die Außen, Hertha spielte über die Mitte. In der 80. Minute sorgte schließlich Þórsteinsson für die Entscheidung. Er wurde später ausgewechselt, nachdem er den Unterschied gemacht hatte.
Für Dresden bleibt die Lage klar. Sechs Spiele, vier Punkte, Platz 17. Die letzten Partien zeigten: 2:2 gegen Braunschweig, 1:2 gegen Wolfsburg, 3:5 gegen Heidenheim. Nebenbei fiel auf, dass Dresden bei 111 Angriffen nur eine Großchance erschuf. Hertha hingegen verließ sich auf Präzision statt auf Quantität.
Hertha führt die Tabelle mit 18 Punkten an. Sechs Siege, keine Niederlage, keine Unentschieden. Das Spiel gegen Dresden war kein Beweis für Überlegenheit im Sinne von Dominanz, sondern ein Beispiel dafür, wie man Spiele entscheidet — wenn die Momente kommen, dann nutzt man sie.