Bei der ersten Begegnung der Gruppenphase der Afrika-Cup-Qualifikation setzte sich Liberia in Kigali mit 3:1 gegen Ruanda durch. Die Gastgeber eröffneten bereits in der zweiten Minute die Partie, ehe die Gäste drei Treffer in Folge vor der Halbzeit erzielten. Ein rotes Karten nach einer Stunde änderte nichts mehr am Ausgang.
Abeddy Biramahire traf für Ruanda nach zwei Minuten, doch dann kam die Wende. In der 33. Minute erzielte Leroy-Jacques Mickels den Ausgleich, in der 38. Minute verdoppelte Sylvanus Nimely die Führung für Liberia. Direkt im Anschluss folgte in der 44. Minute ein Strafstoß, den Joy Lance Mickels verwandelte. Ruanda hatte keine Zeit, sich zu erholen.
Die zweite Hälfte begann mit drei Wechseln auf Seiten Liberias, darunter die Auswechslung von Nimely. In der 61. Minute sah Kpah Sherman die rote Karte, was die Gäste auf zehn Mann reduzierte. Ruanda versuchte, den Druck aufrechtzuerhalten, doch die Begegnung entwickelte sich nicht mehr in ihre Richtung.
In der Statistik zeigt sich ein interessantes Bild. Liberia dominierte mit 53 Prozent Ballbesitz und absolvierte 98 Angriffe, während Ruanda mit 47 Prozent und 89 Attacken hinterherhinkte. Liberia hatte fünf Treffer aufs Tor, Ruanda vier. Beide Mannschaften schossen insgesamt neun Bälle aus dem Strafraum heraus.
Die Kartenverteilung fiel unterschiedlich aus. Ruanda erhielt drei gelbe Verwarnungen, Liberia eine. Der Feldverweis für Sherman in der 61. Minute hing mit dem Foulverhalten zusammen, das in der Partie bereits vorher sichtbar wurde. Ruanda beging 19 Fouls, Liberia nur acht.
Die Ergebnisse der letzten Begegnungen geben Kontext. Ruanda hatte zuvor gegen Estland und Grenada gewonnen, doch gegen Südafrika und Benin verloren. Liberia kam aus Sierra Leone mit einem Sieg und einer Niederlage, dazu ein Unentschieden gegen Libyen. Der Sieg in Kigali bedeutet einen Anfang, der Hoffnung macht.