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Rechtsstreit um Ashes-Termine: Hampshire erhielt ECB-Schadenersatz

Hampshire verklagte den ECB nach der Ashes-Vergabe 2023 und erhielt rund 1 Million Pfund Schadenersatz, weil Headingley statt der Rose Bowl den Test bekam.

Zuschauer beobachten ein Cricket-Spiel im Stadion.
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Das berichtet der Guardian unter Berufung auf eigene Recherchen.

Hampshire hatte den englischen Verband ECB nach der Vergabe der Spielorte für die Ashes-Serie 2023 gegen Australien verklagt. Der Verband zahlte dem Grafschaftsverein daraufhin rund 1 Million Pfund Schadenersatz.

Hampshire beruft sich auf eine Zusage von 2018: Bei einem Treffen der 18 First-Class-Grafschaften soll dem Verein der erste Ashes-Test der eigenen Geschichte für 2023 an der Rose Bowl zugesichert worden sein – neben Terminen in Old Trafford, Edgbaston, Lord's und The Oval. Headingley sollte demnach erst 2027 einen Test bekommen.

Der ursprüngliche ECB-Plan sah genau das vor: je ein Test für Old Trafford 2023 und für Headingley 2027. Geändert wurde die Entscheidung nach einem Bericht eines vierköpfigen, unabhängigen Gremiums, das empfahl, den für Hampshire vorgesehenen Termin nach Headingley zu verlegen. Dort fand 2023 der dritte Test der Serie statt, den England mit 3 Wickets gewann – nicht an der Rose Bowl, wo Hampshire seit 1863 zu Hause ist und derzeit mit 16 Punkten aus 8 Spielen Fünfter im One-Day Cup ist.

ECB-Vorsitzender war zu jener Zeit Colin Graves, zuvor Vorsitzender von Yorkshire, dem Grafschaftsverband, zu dem Headingley gehört. Graves kehrte 2024 nach Headingley zurück, um dem Verein bei finanziellen Problemen zu helfen. Einer ECB-Pressemitteilung von Februar 2018 zufolge hatte sich Graves bei der Empfehlung des unabhängigen Gremiums an den ECB-Vorstand, der die endgültige Entscheidung traf, für befangen erklärt.

Diese Woche widersprach Graves gegenüber dem Guardian der Darstellung, er sei an der Vergabe von Länderspielen beim ECB beteiligt gewesen.

"Test matches were awarded by a 'balanced scorecard' points system assessed by an independent host venue panel", sagte Graves.

Der Fall dürfte die Debatte über die Vergabe künftiger Testspiele an die Grafschaften neu beleben, zumal die Verteilung der Ashes-Termine der kommenden Jahre weiterhin für Unmut sorgen könnte.

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Verfasst von der Redaktion mit KI-Unterstützung und gegen Quellen geprüft