Cricket: England-Bilanz nach dem Sommer – Root, Robinson, Lawrence
Ollie Robinson überzeugte mit starken Bowling-Leistungen, während Joe Root Schwierigkeiten mit lbw-Entlassungen hatte und Dan Lawrence sich aufschwang.
Ollie Robinson eröffnete den ersten Test mit drei Wickets in einem Over und beendete seinen letzten Einsatz im Bowling des Sommers mit zwei Wickets in einem Over.
An seinem Können hat nie jemand gezweifelt, an seiner Fitness und seiner Arbeitsmoral schon. Fast drei Jahre lang kam er deshalb nur zu einem einzigen Länderspieleinsatz, ehe ihm in diesem Sommer das Comeback gelang.
Die Sätze wurden gestrichen.
In Edgbaston fügte er die 50 in 47 Bällen hinzu. Ausstehende Prüfungen, vor allem auswärts, bleiben – doch die vergangenen Monate verlaufen für Robinson nahezu makellos.
Bei Joe Root sieht die Bilanz anders aus. Dank seines ungeschlagenen Fünfzigers bei der Jagd nach den 250 Runs in Edgbaston war es nicht sein schwächster Heimsommer mit dem Schlagholz. Doch mit einem Höchstwert von 77 und einem Schnitt von 33,5 liegt er weit unter seinem bisherigen Heim-Schnitt von 55,52. Nur einmal war seine Bilanz schlechter.
Root wurde zudem in 8 von 11 Innings lbw ausgeschieden, 73 % seiner Ausfälle. Zuvor war ihm das in 147 Innings nur 19-mal passiert, also in 13 % der Fälle – die Bälle zogen stark durch, eine Lösung hat er bislang nicht gefunden.
Die Sätze wurden gestrichen.
Als Kapitän ist er inzwischen wieder im Amt. Gegen Neuseeland im Oval und gegen Pakistan in Edgbaston wirkten Englands Ansätze zeitweise jedoch wenig inspiriert.
Auch für Dan Lawrence war der Sommer ein Aufschwung. Mit 29 Jahren war seine Länderspielkarriere bislang eigenartig, sprunghaft und unbefriedigend verlaufen – ein Spieler mit offenkundigem Talent, der in der Schlagfolge ständig hin- und hergeschoben wurde, wenn er überhaupt zum Einsatz kam.
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