Im Viertelfinal-Rückspiel des Pokals um die Copa do Brasil endete die Begegnung zwischen Santos und Palmeiras am 3. September 2026 torlos. Die Gäste hatten sich bereits eine Woche zuvor mit 3:0 durchgesetzt, und nun ging es um die Fortsetzung. 0:0 lautete das Endergebnis, und die Entscheidung fiel erst im Elfmeterschießen, das Palmeiras mit 4:2 gewann.
Die Gastgeber dominierten von Beginn an den Ballbesitz und schufen in der ersten Halbzeit den Großteil der Angriffe. Palmeiras hingegen wartete auf Fehler und nutzte eine Kontermöglichkeit in der 34. Minute, als Gabriel Bontempo eine gelbe Karte sah. Und dann kam die Halbzeitpause, und Santos tauschte gleich fünf Spieler aus, darunter Neymar da Silva Santos Júnior und Igor Vinicius. Das war ungewöhnlich viel für die Pause, aber interessant wird es, wenn man die Taktik dahinter betrachtet.
In der zweiten Halbzeit verschob sich das Bild. Santos spielte weiter breit, doch die Chancen blieben aus. Palmeiras verteidigte kompakt und nutzte seine vier Big Chances, die in der Statistik ausgewiesen sind, während Santos bei null blieb. Die Gelben Karten häuften sich: Rafael Gonzaga und Vitor Roque in der 64. Minute, Gabriel Barbosa in der 86. Minute. Nebenbei fiel auf, dass der Santos-Torwart nur zwei Mal greifen musste, während der gegnerische Keeper vier Paraden vorweisen konnte.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte als der Spielverlauf. Santos hatte 64 Prozent Ballbesitz, 134 Angriffe und 14 Schüsse auf das Tor, davon vier ins Ziel. Palmeiras kam auf 36 Prozent Ballbesitz, 75 Angriffe und nur einen Trefferversuch, der auf Ziel traf. Die erwarteten Tore lagen bei 0,87 für die Gastgeber und 1,49 für die Gäste. Viele Schüsse, aber keine Tore — das war der Kern des Spiels.
Die Auswechslungen in der 86. und 88. Minute zeugten von der Nervosität beider Seiten. Andreas Pereira und Gabriel Barbosa für Santos, Lucas Evangelista für Palmeiras. Und dann kam die Schlusspfife, und die Tabelle zeigte: Palmeiras steht im Halbfinale, Santos scheidet aus. Ein Rückspiel, das in den letzten Minuten entschieden wurde, nicht in den ersten 90.