Am Sonntag trafen Zinn und Thun im Rahmen der siebten Runde der Superliga aufeinander. Das Spiel endete 3:2 für die Gastgeber, und zwar erst in der Nachspielzeit. Die Gäste hatten die Partie lange im Griff, bevor Josias Lukembila mit dem Treffer in der 90+4. Minute alles drehte.
Der erste Höhepunkt kam früh. In der zehnten Minute erzielte Jan Bamert das 1:0 für Zinn. Thun reagierte nicht sofort, doch in der einundzwanzigsten Minute glich Noé Sow aus. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie beide Teams darauf reagierten. Thun übernahm die Initiative, während Zinn versuchte, über Gegenstöße zurückzukommen.
Die zweite Halbzeit begann mit drei gleichzeitigen Auswechslungen für Zinn in der fünften Minute. Dorian Derbaci, Olivier Mambwa und Mattias Käit kamen für die Gastgeber vom Platz. Donat Rrudhani traf dann in der 53. Minute vom Elfmeter zum 2:1. Und dann kam die Wende. Fabio Fehr glich in der 71. Minute aus, und plötzlich stand es wieder unentschieden.
Die Statistik zeigt ein Spiel mit vielen Angriffen. Thun hatte mit 106 mehr Angriffe als Zinn mit 91. Die Ballbesitzverteilung lag bei 49 zu 51 Prozent zugunsten der Gäste. Nebenbei fiel auf: Zinn hatte 11 Schüsse auf das Tor, davon waren 6 im Ziel. Thun schoss 15 Mal, aber nur 4 landeten im Tor. Die Quote war also bei beiden unterschiedlich.
Rotkarten und Gelbe kamen vor. Zinn erhielt eine Rote, Thun zwei Gelbe. Die Auswechslungen prägten das Ende. In der 67. Minute kamen Winsley Boteli Mokango, Franck Surdez und Donat Rrudhani für Zinn. Thun brachte Marquinhos Cipriano und Furkan Dursun für sich.
Das Ergebnis verschiebt die Tabelle. Zinn bleibt Dritter mit zwölf Punkten nach sechs Spielen. Thun rutscht auf den siebten Platz mit sieben Punkten. Wir hatten auf einen Gastgewinn gesetzt, mit vierzig Prozent Sicherheit. Der Markt sah ein torarmes Spiel, doch die 90+4. Minute entschied alles.