Das MLS-Next-Pro-Spiel zwischen Tacoma Defiance und Portland Timbers II endete nach regulärer Spielzeit 1:1. Erst im Elfmeterschießen wurde ein Sieger ermittelt. Die Gastgeber verloren die Nerven am Ende, als die Gäste den Druck besser hielten.
D. Cervantes musste bereits in der 16. Minute das Feld verlassen. Ein rotes Karten-Ereignis, das die Gastgeber in Unterzahl brachte. Portland zog den Vorteil und baute Druck auf, doch Tacoma verteidigte sich zäh. In der 50. Minute gelang C. Gaffney dann der Führungstreffer für die Heimmannschaft. Portland reagierte und glich in der 90. Minute durch G. Guerra aus. Der Ausgleich kam spät, zu diesem Preis ist kein Wert mehr drin für die Gastgeber.
Das Elfmeterschießen wurde zum Prüfstand der Nerven. N. Lund und E. Carli trafen jeweils in der ersten Runde. Dann kam die Abfolge von Treffern und Fehlschüssen. Am Ende fehlte einem der Gäste der letzte Elfmeter. Die Gastgeber beendeten die Negativserie nicht, sondern verloren stattdessen im Shootout.
Die Statistik zeigt ein klares Bild: Tacoma dominierte mit 0,72 Ballbesitz und 178 Angriffen. Mit 4 Treffern auf 18 Versuchen traf man jedoch nur zu 22 Prozent. Portland war effizienter, 46 Prozent Trefferquote bei 6 Toren auf 13 Schüssen. Viele Schüsse mit einem Tor — die Chancen gingen bei den Gästen nicht alle gut aus, aber der entscheidende Moment gehörte den Gästen.
Tacoma liegt auf Platz 4 mit 39 Punkten aus 27 Spielen. Portland führt die Tabelle mit 56 Punkten an. Das Unentschieden nach Verlängerung und das Shootout-Verlieren ändert nichts an der Position, aber es beendet eine positive Serie für Portland nicht, wie es die Gastgeber gehofft hatten.
Interessant wird es in der Gruppenphase weiter. Beide Teams haben noch Spiele vor sich. Tacoma muss die Niederlagen aus der Vergangenheit abhaken und zeigt, dass die Unterzahl-Phase nicht das Ende bedeutet. Portland reist nicht als Statist an, wenn man die Tabelle betrachtet.