Vinicius Junior im Bernabéu ausgepfiffen
Real Madrid gewinnt gegen Inter Mailand mit 2:1, doch die eigenen Fans pfeifen Vinicius Junior aus. Mourinho verteidigt seinen Spieler nach dem Spiel.
Real Madrid hat den Auftakt in die neue Champions-League-Saison mit 2:1 gegen Inter Mailand gewonnen, doch im Bernabéu galt die Unruhe an diesem Abend vor allem einem Spieler: Vinicius Junior wurde ausgepfiffen.
Schon in der 14. Minute setzte es die erste Bronca. Der Brasilianer verlor bei seinem ersten direkten Duell den Ball, die Ränge quittierten es mit deutlichen Pfiffen. Ein Tor von Mbappé in derselben Minute nahm der Szene zunächst die Schärfe. Als Vinicius in der 87. Minute ausgewechselt wurde, mischten sich unter den Applaus erneut Pfiffe und Buhrufe.
Real Madrid kontrollierte das Spiel über weite Strecken nicht. Inter Mailand hatte mehr vom Ball, Carlos Augusto verkürzte in der 77. Minute auf 2:1, ehe die Italiener noch die Latte trafen. Die Tore für Madrid erzielten Mbappé und Federico Valverde in der ersten Halbzeit. Vinicius blieb dagegen glücklos: Von drei Torschüssen fand keiner das Ziel. Immerhin trug er mit acht Dribblings vorwärts und 312,8 Meter Ballbesitz zum Vorwärtsspiel bei, den höchsten Werten im Real-Madrid-Kader an diesem Abend.
Der ehemalige Real-Madrid-Profi Steve McManaman ordnete die Stimmung im Stadion bei TNT Sports so ein: „Vinicius ist ein Spieler, der immer unter Druck steht. Aber er ist auch einer der besten der Welt.“
Trainer Jose Mourinho stellte sich nach der Partie vor seinen Angreifer und forderte Respekt ein. Er richtete seine Worte dabei ausdrücklich nicht gegen die Fans, sondern erklärte seine eigene Haltung zu Vinicius: „Er ist ein wichtiger Spieler für uns. Wir müssen ihn unterstützen.“
Der 26-Jährige war im Sommer wiederholt mit einem Wechsel zum englischen Meister Arsenal in Verbindung gebracht worden und ist bislang ohne seine gewohnte Form in die Saison gestartet.
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