Tottenham: De Zerbi ringt nach 0:0 gegen Everton mit Torflaute
Vier Ligaspiele ohne Sieg und ohne Tor: Trotz 320 Millionen Pfund Investition bleibt Tottenhams Offensive harmlos, De Zerbi spricht von mentalen Blockaden seiner Angreifer.
Tottenham Hotspur hat das vierte Ligaspiel in Serie nicht gewonnen und dabei zum vierten Mal in Folge kein Tor erzielt. Gegen Everton stand es am Ende 0:0, mit 14 Torschüssen, aber nur zwei aufs Tor. Für den Klub ist das nach eigenen Angaben ein Novum in dieser Häufung.
Die Tordürre in der Liga reicht mittlerweile über sechs Stunden zurück, gerechnet ab der 43. Minute des letzten Saisonspiels der Vorsaison – ebenfalls gegen Everton. Trainer Roberto De Zerbi sprach nach der Partie von mentalen «Blockaden» seiner Offensivspieler. Seine Deutung: Den Angreifern fehle das Selbstvertrauen, sie würden vor dem Abschluss zu viel nachdenken.
Der Kontrast zur Kaderplanung ist deutlich. Tottenham hat im Sommer rund 320 Millionen Pfund in neue Spieler investiert, darunter rund 100 Millionen für Sandro Tonali, der bislang ohne erkennbaren Einfluss auf das Offensivspiel geblieben ist. Mit Richarlison nicht im Premier-League-Kader gemeldet, bleibt Omar Marmoush als einzige echte Alternative hinter Stürmer Dominic Solanke – aus Sicht der Personaldecke ist das für einen Klub mit diesem Etat wenig.
Laut Football Insider plant der Klub trotz des Fehlstarts keine kurzfristige Trennung von De Zerbi. Die Vereinsführung stehe weiter hinter dem Italiener und seinem sportlichen Konzept. Die Ergebnisse sprechen bislang eine andere Sprache: kein Sieg, kein Tor nach vier Spieltagen, nach zwei Spielzeiten mit jeweils Platz 17 in Serie.
Bleibt die Ausbeute vorne so mager, dürfte der Druck auf De Zerbi wachsen, unabhängig von der Rückendeckung der Vereinsführung. Ballbesitz und Feldüberlegenheit, wie gegen Everton gezeigt, ersetzen in der Tabelle keine Tore.
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