Xabi Alonso kritisiert Chelsea nach 0:3 bei Brentford
Nach der Klatsche in Brentford wirft Alonso seinem Team fehlende Kampfmentalität vor – Chelsea bleibt sieglos und wartet weiter auf eine stabile Abwehr.
Enzo Maresca hat seinen Spielern nach der 0:3-Niederlage bei Brentford die "kämpferische Mentalität" abgesprochen. Chelsea kassierte alle drei Gegentore in der zweiten Halbzeit und blieb erstmals in dieser Saison ohne eigenes Tor.
Torhüter Caoimhin Kelleher, seit 2021 irischer Nationaltorwart, musste nach der Pause kaum eingreifen – Chelsea brachte keinen einzigen nennenswerten Abschluss mehr zustande. Für die Blues war es die dritte sieglose Partie in Serie vor der dreiwöchigen Länderspielpause und die erste Auswärtsniederlage beim West-London-Nachbarn Brentford seit dessen Aufstieg in die Premier League 2021.
"Wir haben in der zweiten Halbzeit unsere Konstanz und den Kampfgeist verloren", sagte Maresca. "Die Details entscheiden. Man darf solchen Mannschaften keinen Vorteil geben – sie machen aus jedem Ball eine Gefahr."
Auf die Frage, ob das Ergebnis zeige, wie schwer seine neue Aufgabe wird, reagierte der Spanier zurückhaltend: "Wir wussten, dass es ein Prozess ist. Es sind erst fünf Spiele, und jedes Spiel in einer so umkämpften Premier League ist wirklich hart. Wir wussten, dass es schwer werden würde, das ist nichts Neues."
Gegenüber Sky Sports wurde er deutlicher: "Das reicht nicht, um in der Premier League zu bestehen. Wir konnten unser Niveau nicht über 90 Minuten halten, und dafür wurden wir heute bestraft. Es geht um alles – um die Mentalität, die technischen Aspekte und die taktischen Dinge, an denen wir weiter arbeiten müssen. Wir können es deutlich besser machen."
Chelsea steht nach der Niederlage auf Platz sieben und wartet weiter auf ein Spiel ohne Gegentor: Gegen Hull gab man zuletzt eine Führung aus der Hand, gegen Fulham (3:2) und Brighton (4:3) offenbarten sich ähnliche Abwehrprobleme. Brentford dagegen ist nach dem Sieg auf Rang drei geklettert und weiterhin ungeschlagen.
Brentfords Trainer Thomas Frank sah in der Widerstandskraft seiner Mannschaft den entscheidenden Unterschied: "Wir haben in den letzten Wochen verschiedene Qualitäten gezeigt, mussten uns oft durchbeißen und echte Widerstandskraft beweisen. Unser Gegner hat sich tief in die Defensive zurückgezogen, um uns den Raum zu nehmen."
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