Fifa und EFC: 125 Millionen aus Klub-WM-Fonds für Europa
Fifa und European Football Clubs stehen vor einer 50:50-Teilung des Solidaritätsfonds. Liverpool zählt zu den Profiteuren, der Fifa-Rat tagt am 15. Oktober.
Die Vereine der höchsten Spielklassen Europas sollen die Hälfte des Solidaritätsfonds aus der Klub-Weltmeisterschaft des Vorjahres erhalten: 125 Millionen der insgesamt 250 Millionen US-Dollar (185 Millionen Pfund). Das berichtet der Guardian. Danach stehen die Fifa und die European Football Clubs (EFC) kurz vor einer Einigung auf eine Teilung von 50:50 zwischen Europa und dem Rest der Welt.
Die EFC hatte für ihre Mitglieder knapp über 60 Prozent verlangt. Sie gab nach, weil die Fifa auf einer gleichmäßigeren weltweiten Verteilung bestand. Ausgezahlt wird erst, wenn die Vereinbarung bestätigt ist.
Das europäische Geld geht an alle Erstligisten des Kontinents, die 2025 nicht am Turnier in den USA teilnahmen. Die Höhe richtet sich danach, in wie vielen Spielzeiten zwischen 2021 und 2024 ein Verein in der höchsten Liga spielte. Einen weiteren Betrag erhalten die Klubs mit den besten Ergebnissen in den Uefa-Wettbewerben dieses Zeitraums, sofern sie ebenfalls nicht beim Turnier dabei waren. Die Zahlungen dürften deshalb sehr unterschiedlich ausfallen. Der FC Liverpool, 2022 Finalist der Champions League, gehörte zu denen am oberen Ende der Skala.
Die EFC hält am Dienstag in Kopenhagen ihre Generalversammlung ab. Bestätigt werden dürfte die Einigung nach der Zustimmung des Fifa-Rates, der am 15. Oktober in Zürich tagt.
Die Verhandlungen zogen sich lange hin. Besonders Vereine aus kleineren Ligen hatten sich über die Wartezeit geärgert, denn für viele von ihnen ist das Geld eine willkommene Hilfe. Der Turniersieger Chelsea hat seine 84 Millionen Pfund aus dem Preisgeld von 740 Millionen Pfund längst erhalten.
Stimmen Generalversammlung und Fifa-Rat zu, könnte der Streit um den Fonds Mitte Oktober enden. Für kleinere Ligen hieße das, dass die Auszahlung endlich absehbar wird.
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