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Türkei entschuldigt sich nach 1:4-Debakel gegen Italien

Nach der klaren Heimniederlage in Bursa übten Merih Demiral und Zeki Celik scharfe Selbstkritik, während Trainer Montella von der wütenden Fanreaktion überrascht war.

Italiens Trainer Vincenzo Montella am Spielfeldrand während des Spiels gegen die Türkei
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Die Türkei hat sich nach der 1:4-Heimniederlage gegen Italien bei den eigenen Fans entschuldigt. Das Nations-League-Spiel in der Bursaer Timsah Arena war nach einer halben Stunde praktisch entschieden: Italien führte durch Tore von Alessandro Bastoni, Davide Frattesi und Michael Kayode bereits 3:0.

Baris Alper Yilmaz verkürzte kurz nach der Pause per leerem Tor auf 1:3, ehe Francesco Pio Esposito für den italienischen Nationaltorwart-Albtraum sorgte und zum 1:4-Endstand traf. Torhüter Altay Bayindir patzte im Laufe des Spiels mehrfach.

Verteidiger Merih Demiral fand danach deutliche Worte, zitiert von Fanatik.

„Wir müssen uns bei unseren Fans entschuldigen. Wir schämen uns für diese Leistung. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Nochmals: unsere Entschuldigung an unser Volk", sagte Demiral. „Die Verantwortung liegt bei uns, den Spielern. Wir bestreiten in dieser Länderspielpause noch zwei Partien, in denen wir uns so gut wie möglich zeigen müssen."

Auch Zeki Celik äusserte sich enttäuscht: „Wir sind besonders enttäuscht. Das darf uns einfach nicht passieren: Wie gut Italien auch ist, zu Hause darf es niemals 1:4 ausgehen. Wir wollen unser Land stolz machen, indem wir die nächsten beiden Spiele gewinnen."

Schon vor der Pause hatten Teile des Bursaer Publikums lautstark den Rücktritt von Trainer Vincenzo Montella sowie des Verbandspräsidenten gefordert. Der Italiener zeigte sich davon überrascht.

„Sie haben die Jungs auch nach dem ersten Tor ausgepfiffen, die das nicht verdient hatten. Die Stimmung vor dem Spiel war grossartig, ich habe die Reaktion nach allem, was diese Jungs in den vergangenen drei Jahren geleistet haben, wirklich nicht so schnell erwartet", sagte Montella gegenüber Sky Sport Italia.

Zur schwachen ersten Halbzeit erklärte er: „Die ersten dreissig Minuten waren sicher zum Vergessen. Alle drei Tage auf diesem Niveau zu spielen, verlangt eine Konzentration und Erfahrung, die uns derzeit fehlt. Wir waren vor zwei Jahren noch in der Nations League C, haben zuletzt die Nations League B gewonnen – das zeigt, dass wir uns in diesem Punkt klar verbessern müssen." Auf die Frage, wo es konkret schiefgelaufen sei, sagte er: „Sicher im Ansatz – sie waren mental besser vorbereitet. Wir waren unkoordiniert, sind mehr gelaufen und haben den Glauben verloren."

Nun geht es für die Türkei am Freitag auswärts gegen Belgien weiter, drei Tage später folgt in Bursa das Rückspiel gegen Italien. Ob Montella diese Partien noch als Trainer erlebt, blieb nach dem Spiel offen.

Zu Belgien gegen Frankreich, dem 0:1 vom vergangenen Wochenende, finden sich Prognose (/de/football/prediction/belgium-france-2026-09-28-12080/) und Spielanalyse (/de/football/event/belgien-5835-frankreich-2026-09-28_6766456/) auf unserer Seite.

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