Irland: Kein Boykott im Rückspiel gegen Israel
Nationaltrainer Hallgrímsson bestätigt, dass Irland auch das Rückspiel gegen Israel am 4. Oktober bestreitet – die Mannschaft stimmte zuvor gegen einen Boykott.
Irlands Fussball-Nationaltrainer Heimir Hallgrímsson hat bestätigt, dass seine Mannschaft das Rückspiel gegen Israel nicht boykottieren wird. Die Partie in der UEFA Nations League findet am 4. Oktober statt, nachdem Irland das Hinspiel am 27. September in Debrecen mit 3:0 gewonnen hatte.
Nach dem Hinspiel hatte sich Hallgrímsson noch zurückhaltend geäussert. Auf die Frage nach dem Rückspiel sagte er: „Wir haben noch nicht zu 100 Prozent entschieden, was wir tun werden. Wir fliegen heute Abend nach Hause, morgen geben wir den Spielern frei, damit sie Zeit mit Familie, Freunden und Partnern verbringen können, und danach kommen wir zurück und bereiten uns auf das Spiel gegen Österreich vor. Ich hoffe, wir können alles besprechen.“ Zu Meinungsverschiedenheiten in der Kabine sagte er damals: „Wir haben unterschiedliche Meinungen, und jeder darf seinen eigenen Standpunkt haben. Es ist nicht so, dass eine Meinung richtig ist und alle anderen falsch sind.“
Inzwischen ist die Entscheidung gefallen. „Der FAI hat gesagt, dass wir beide Spiele bestreiten, und das werden wir tun. Das war unser Plan, als wir zu diesem Lehrgang kamen, und er hat sich nicht geändert“, erklärte Hallgrímsson. Eine Abstimmung in der Mannschaft hatte sich zuvor mehrheitlich gegen einen Boykott ausgesprochen.
Torhüter Gavin Bazunu hatte sich geweigert, im Hinspiel gegen Israel aufzulaufen. Mehrere Mitspieler zogen eine Solidaritätsaktion in Erwägung, entschieden sich aber dagegen. Der irische Abgeordnete Daniel Ennis hatte die Nationalmannschaft zuvor öffentlich zum Boykott der Israel-Spiele aufgerufen.
Auf dem Platz gab es vor dem Anpfiff kein Händeschütteln zwischen den Mannschaften. Auch die Kapitäne Dara O'Shea und Manor Solomon verzichteten nach der Auslosung darauf, sich die Hand zu geben, ein Wimpeltausch fand nicht statt. Die irischen Spieler trugen schwarze Trauerbinden und senkten während der israelischen Hymne den Kopf.
Auf dem Feld machte Irland früh den Unterschied: Troy Parrott traf in der 13. Minute, Adam Idah legte in der 16. Minute nach, Jack Moylan stellte in der 25. Minute auf 3:0. Israel, für das der seit September für die Nationalmannschaft spielende Manor Solomon noch ohne Tor blieb, hatte mit 64 Prozent Ballbesitz zwar mehr vom Spiel, blieb aber ohne Ertrag. Israel steht nach zwei Spieltagen mit null Punkten auf dem vierten Platz der Gruppe, Irland mit drei Punkten auf Rang drei.
Die UEFA hatte einen irischen Antrag, bei künftigen Auslosungen nicht auf Israel treffen zu müssen, bereits am 18. September abgelehnt. Die Frage nach einer irischen Teilnahme am Rückspiel war damit von Anfang an programmiert.
Bleibt es bei der jetzigen Ansage, findet das Rückspiel am 4. Oktober wie geplant statt. Ausführlicheres zur Partie in Debrecen findet sich in der Spielanalyse unter /de/football/event/israel-republic-of-ireland-2026-09-27_6625868/.
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Quellen 11
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- Игроки сборной Ирландии проголосовали за проведение матча с Израилем euro-football.ru
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