Wie weit die Geschichte der russischen Nationalmannschaft zurückreicht, hängt davon ab, wo man zu zählen beginnt. Als Rechtsnachfolger der Sowjetunion trägt der Verband deren Titel von 1960 und den vierten Platz von 1966 weiter, als eigenständige Mannschaft der Russischen Föderation beginnt die eigene Bilanz erst 1992.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion übernahm der Russische Fußballverband (RFS) die FIFA-Mitgliedschaft, die seit 1912 bestanden hatte. Noch im selben Jahr trat bei der Europameisterschaft eine Mannschaft der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten an, die FIFA und UEFA bis heute getrennt von der russischen Auswahl führen. Das erste Spiel unter eigener Flagge bestritt Russland am 16. August 1992 im Moskauer Luschniki-Stadion, ein 2:0 gegen Mexiko.
Dort, im Luschniki mit rund 81.000 Plätzen, trägt die Mannschaft bis heute ihre Heimspiele aus. Das rote Heimtrikot ist mit dem Klangmuster des ersten Akkords der Nationalhymne bedruckt, im Kragen steht deren erste Zeile; das weiße Auswärtstrikot trägt im Kragen eine Zeile aus dem Refrain.
Als Rivale gilt vor allem die Ukraine, deren Spiele von politischer Spannung geprägt sind, sowie Georgien, wo die Konflikte im Kaukasus mitschwingen. Für die Zeit, als noch für die Sowjetunion gespielt wurde, steht der Name Lew Jaschin; aus der jüngeren Generation ist Andrei Arschawin mit dem Halbfinale der Europameisterschaft 2008 verbunden.
Dieses Halbfinale von 2008 und das Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2018 bleiben die besten Ergebnisse, die Russland als eigenständige Mannschaft seit 1992 erreicht hat.