Austrias Zehnminuten-Panik
Austria Wien und LASK Linz trafen in der zweiten Runde der Bundesliga aufeinander, und die Gäste gewannen mit 2:0. Das Ergebnis war kein Zufall, es war die Summe von zwei Phasen, in denen sich die Dinge für die Wiener dramatisch zuspitzten. Und dann war da noch die Tatsache, dass die Gäste seit fünf Spielen ungeschlagen sind, während die Gastgeber seit vier Spielen nichts mehr holen.
Interessant wird es in der ersten Hälfte, weil nichts fällt. Die Szene mit I. Buhari in der 12. Minute ging in die Überprüfung, das Tor wurde verworfen wegen Abseits. S. Helm bekam in der 30. Minute die gelbe Karte, aber das Spiel stand immer noch. Die Wiener überliessen dem Gegner den Ball, passten sich gegenseitig zu, und die Chancen blieben aus.
Dann kam die zweite Halbzeit. In der 54. Minute traf A. Andrade, das war der Moment, in dem die Partie kippte. Nebenbei: LASK schuf sechs große Chancen, die Wiener null. In der 75. Minute wurde K. Boatengs Treffer ebenfalls nicht gewertet, und in der 81. Minute sah A. Dragovic die rote Karte. Die Gäste spielten die zweite Hälfte in Überzahl.
M. Usor hatte in der 83. Minute einen Elfmenschuss, den er verfehlte, aber er erzielte den Treffer direkt danach. Das war der Moment, in dem die Partie endgültig entschieden war. Die Tabelle zeigt: LASK führt nach fünf Spielen mit 15 Punkten, die Wiener sind auf Platz 12 mit drei Punkten.
Statistik
- Ballbesitz: 43 % zu 57 %
- Schüsse: 5 (1 auf Ziel) zu 18 (7 auf Ziel)
- Erwartete Tore: keine Angabe
Die Zahlen bestätigen, was man sah: die Wiener fanden nie ins Spiel, die Gäste kontrollierten die Räume. Mit einem Schuss auf Ziel und null großen Chancen ist das kein Zufall. Die Gastgeber schlugen in der Nachspielzeit nicht mehr zu, die Gäste sicherten sich den Sieg.
Was das bedeutet: LASK bleibt ungeschlagen und festigt die Tabellenführung. Die Wiener haben mit drei Punkten aus fünf Spielen noch Luft nach oben, aber der Unterschied zu den Spitzenreitern ist deutlich. Und dann ist da die rote Karte, die für den Rest der Saison fehlt.