WHL-Spielbericht
Am Freitagabend trafen die Seattle Thunderbirds im eigenen Stadion auf den Wenatchee Wild. Das Spiel endete 1:3 für die Gäste, interessant wird es dabei, wie unterschiedlich die Erwartungen waren. Die Thunderbirds hatten zwei Spiele absolviert und beide gewonnen, der Wild hatte drei Partien bestritten und alle verloren. Und dann geschah etwas, das die Reihenfolge auf dem Eis veränderte.
Unser Vorschlag lautete auf einen Sieg der Gastgeber, die Einschätzung lag bei fünfundfünfzig Prozent. Sie traf nicht. Nebenbei fiel auf, dass der Wild nicht den typischen Eindruck einer Mannschaft machte, die drei Niederlagen vor sich hat. Stattdessen blieb er in jeder Phase der Partie präsent, ohne sich von den eigenen Zahlen unter Druck setzen zu lassen. Ein Fehler entscheidet oft, und hier war es die Disziplin, die den Unterschied ausmachte.
Seattle ging klar in der Favoritenrolle. Zwei Siege in Folge, ein Heimsieg in der Vorwoche gegen denselben Gegner. Die Szene ging in die Überprüfung, ob sich diese Erwartung in der Realität bewahrheitete. Das Ergebnis ist eindeutig, doch die Art, wie die Gäste ihre Chancen nutzten, verdient Beachtung. Sie brachten es über die Zeit, ohne nachzugeben, als die Thunderbirds Druck aufbauten.
Der Wild steht nach drei Spielen auf dem zwölften Platz, alle drei Partien verloren. Die Tabelle enthält noch keine Punkte, die Saison hat erst begonnen. Interessant wird es nun, wie sich die Stimmung nach diesem Erfolg entwickelt. Drei Niederlagen hintereinander lassen eine Mannschaft nicht sofort zusammenwachsen, doch ein Sieg verändert die Perspektive. Und dann kommt der nächste Test.
Seattle bleibt mit zwei Siegen an der Spitze der Tabelle, auch hier fehlen noch Punkte. Nebenbei ist zu bemerken, dass der Abstand zu den anderen Mannschaften noch gering ist. Ein Spiel mehr als der Wild, aber keine klare Führung. Das Ergebnis beendet keine Serie, es zeigt nur, dass in dieser Liga nichts festgeschrieben ist.