Im Achtelfinal der Copa Libertadores setzte sich Palmeiras in Asunción mit 1:0 durch. Das einzige Tor fiel in der 41. Minute, als G. Gomez für die Gäste traf. Der Sieg bedeutet, dass die Brasilianer die zweite Runde erreichen – der Vorsprung aus dem Hinspiel reichte, auch wenn Serro Porteño den Großteil der Ballbesitzzeit für sich beanspruchte.
Die Partie begann ruhig, und der entscheidende Moment kam unerwartet spät. Gomez nutzte eine Lücke, fand den Weg zum Abschluss und schob ein. Danach blieb die Szene im Gedächtnis: ein einzelner Treffer, der alles veränderte, während Serro Porteño weiter versuchte, das Spiel zu dominieren. Und dann wurde es enger, als die Gastgeber nach dem Rückstand Druck aufbauten.
Palmeiras verteidigte kompakt und ließ nur wenig anbrennen. Die Besucher schossen zwar häufiger – zehn Versuche gegenüber sechs – doch die Effizienz lag beim Gegner. Interessant wird es, wenn man die erwarteten Tore betrachtet: 0,93 für Palmeiras, 0,56 für Serro Porteño. Die Zahlen zeigen, wer die besseren Chancen hatte, doch der Unterschied blieb marginal.
Die Kartenverteilung war unausgeglichen. F. Dominguez und J. Lopez wurden für Serro Porteño verwarnt, Abel Ferreira als Trainer ebenfalls. J. Morel erhielt in der Nachspielzeit die vierte Gelbe des Abends. Die Schiedsrichter hielten die Partie im Zaum, ohne sie zu zerreißen.
Palmeiras wechselte durch, um die Führung zu halten. Vitor Roque, Murilo und Allan Elias brachten frische Beine, während F. Dominguez für Serro Porteño ausgewechselt wurde – ein frühes Zeichen, dass man die Offensive nicht mehr kontrollieren konnte. Der Trainerwechsel von Abel Ferreira fiel in derselben Minute wie die dritte Gelbe, was keinen Zufall darstellt.
Am Ende stand ein Sieg, der nicht überraschte. Wir hatten die Gäste favorisiert, mit 47 Prozent Sicherheit. Nebenbei ist das kein hoher Wert, aber er reichte. Palmeiras zeigte, was es bedeutet, in solchen Spielen die bessere Struktur zu haben – und Serro Porteño, das Tabellenführer war, konnte den Vorsprung nicht nutzen.