Im Achtelfinal-Halbfinale des DFB-Pokals endete das Spiel zwischen Viktoria Köln und Nürnberg mit 1:1 nach Verlängerung. Die Begegnung am Sportpark Höhenberg bot genug Anlass, nachzudenken. Interessant wird es dabei vor allem bei den Zahlen, die das Geschehen begleiten.
Piet Scobel traf in der 56. Minute für die Gastgeber und brachte die Führung. Das war der Moment, in dem Viktoria Köln den Pokal näher zu kommen schien. Nebenbei fiel auf, dass Nürnberg bereits in der ersten Halbzeit durch einen Austausch bei der 46. Minute reagiert hatte.
Meiko Sponsel glich in der 90+6. Minute aus. Der Ausgleich kam spät, aber er kam. Und dann dauerte es noch bis zur 102. Minute, ehe die zweite Runde der Verlängerung begann. Jakob Sachse und Niklas Jahn erhielten gelbe Karten, Adam Markhiev folgte in der 102. Minute.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Viktoria Köln hatte mit 2,77 erwarteten Toren mehr Chancen, Nürnberg mit 1,15 weniger. Die Schussgenauigkeit lag bei den Gästen bei 45 Prozent, bei den Hosts bei 29 Prozent. Doch das Verhältnis ist zerrüttet, wenn man bedenkt, dass Nürnberg 119 Angriffe startete, aber nur zwei große Chancen kreiert.
Was bleibt, ist ein Punkt für beide Seiten. Nürnberg hat in den letzten Spielen vier Siege und ein Unentschieden vorzuweisen, Viktoria Köln zwei Siege und zwei Niederlagen. Der Pokalweg geht weiter, aber die Entscheidung bleibt offen.