Am Mittwochabend im Provident Park endete das MLS-Spiel zwischen Portland Timbers und St. Louis City mit 2:2. Die Gastgeber lagen nach der ersten Halbzeit in Führung, doch die Gäste glichen aus und retteten sich mit dem Unentschieden aus der Fremde. Es war der vierte Sieg in Serie für Portland, bevor die Punkteverteilung heute Nacht alles wieder relativierte.
Interessant wird es, wenn man betrachtet, wer die besseren Chancen schuf. Während Portland mit 0,92 Expected Goals nur drei Treffer verwertete, schufen die St. Louis-Spieler 1,86 xG und nutzten ihre Effizienz besser. Nebenbei fiel auf: Die Gäste standen tief und kompakt, während Portland den Ball überliessen und nach vorne drängte. Fünfzehn Jahre geht Jonas Brehme auf den Platz und sieht nicht dorthin, wo die Kamera schaut - er sieht die Räumlichkeiten, die Räume, die entstehen.
Die Statistik erzählt eine andere Geschichte als das Ergebnis. Portland hatte 52 Prozent Ballbesitz, 113 Angriffe und neun Eckbälle. St. Louis kam mit 89 Angriffen und zwei Eckbällen aus. Und doch: 40 Prozent Schussgenauigkeit bei den Gästen versus 19 Prozent bei den Hosts. Das sagt viel über Qualität versus Quantität aus.
Was die Tabelle betrifft: Portland bleibt auf Rang sieben mit 32 Punkten nach 24 Spielen. St. Louis liegt mit 38 Punkten auf Platz sechs. Vierzehn Spieltage sind noch offen. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, aber am Ende des Jahres schon. Die Gäste müssen zu Hause liefern, wenn sie ihre Position verteidigen wollen.