Am Sonntagabend traf ERC Ingolstadt in der DEL auf die Nürnberg Ice Tigers. Das Spiel endete 2:6 für die Gäste aus Nürnberg. Die Gastgeber konnten den Vorsprung nicht verteidigen, den sie sich in den ersten Minuten erarbeitet hatten.
Interessant wird es, wenn man die letzten Begegnungen betrachtet. Am 5. September gewann Ingolstadt noch mit 5:1 gegen denselben Gegner. Nebenbei: Die Ice Tigers hatten zuvor bereits gegen Augsburg gewonnen, doch am Abend in der BayArena kamen sie zurück ins Spiel und beendeten die Negativserie.
Wir hatten auf einen Heimsieg gesetzt, die Sicherheit lag bei 62 Prozent. Der Prognose lag die Formkurve zugrunde, die man aus den vergangenen Spielen ablesen konnte. Doch der Matchgang verlief anders – und genau das zeigt, dass in solchen Spielen die Tabelle nicht immer die Wahrheit sagt.
Beide Mannschaften stehen nach dem ersten Spieltag mit einem Sieg und null Punkten da. Die Differenz zwischen Platz drei und sechs ist damit rein formal. Was zählt, ist die Qualität der Leistung am Abend, und da lag Nürnberg eindeutig vorn.
Die Gastgeber verloren völlig den Faden, als die Gäste ihre Chancen nutzten. Es war nicht ein einzelner Moment, der das Spiel drehte, sondern eine Serie von Episoden, in denen die Defensive nicht standhielt. Der Kapitän zog die Mannschaft nicht mehr mit.
Die Statistik nach dem Spiel ist klar: sechs Tore für Nürnberg, zwei für Ingolstadt. Die Quote ist gestiegen, als die Gäste ihre Möglichkeiten nutzten. Der Unterschied lag nicht in der Anzahl der Torschüsse, sondern in der Effizienz bei den Gelegenheiten.