Am Moselstadion endete die Runde der letzten 64 im DFB-Pokal mit einem klaren Ergebnis: Eintracht Trier unterlag RB Leipzig mit 0:6. Am 22. August 2026 um 16:00 Uhr zeigte sich der Kontrast zwischen einer Aufsteiger-Hoffnung und einem Verein, der in der Bundesliga zum Standard geworden ist. Die Gäste gewannen nach 90 Minuten mit sechs Toren, ohne dass der Gastgeber auch nur annähernd die gleichen Chancen bekam.
Und dann kam es schnell. Bereits in der zweiten Minute traf Brajan Gruda, sechs Minuten später folgte Willi Orbán. Leipzig machte den Anfang, wie man es von einem Team erwartet, das nicht als Statist anreist. Trier stand tief, verteidigte die eigene Hälfte, doch die Ballverluste kamen zu früh. Nebenbei fiel auf, dass die Gäste ihre Angriffe nicht nur über den Flügel spielten, sondern auch durch die Mitte drängten.
Interessant wird es gegen Ende der ersten Halbzeit. Ridle Baku erzielte zwei Tore in zwei Minuten, 45+1 und 45+2. Damit war das Spiel entschieden, bevor die Mannschaften die Seiten wechselten. Trier reagierte mit einer Auswechslung: Mateo Kritzer musste in der 46. Minute gehen. Das Verhältnis ist zerrüttet, wenn man nach der Pause noch hoffen will.
In der zweiten Halbzeit drehten die Leipziger weiter. Conrad Harder traf in der 73. Minute, Antonio Nusa und Ezechiel Banzuzi sorgten für die Endabrechnung in den stoppzeiten. Was auffiel, waren die zahlreichen Wechsel ab der 63. Minute. Jonas Singer, Christopher Wähling, David Raum, Johan Bakayoko, Tidiam Gomis, Ridle Baku, Elia Dittrich, Nicolas Seiwald, Tim Sausen — Leipzig rotierte, während Trier durchhalten musste.
Die Zahlen bestätigen das Bild. Leipzig besaß 72 Prozent der Zeit, Trier 28. 136 Angriffe gegenüber 68, 22 Schüsse davon elf aufs Tor, bei den Gastgebern nur fünf Schüsse mit zwei Treffern aufs Ziel. Die erwarteten Tore lagen bei 4,51 für Leipzig, bei 0,62 für Trier. Ein Fehler entscheidet, wenn man so wenig vom Ball hat.
Das Ergebnis hat Gewicht. Leipzigs letzte Spiele zeigten eine Mischung aus Schwäche und Stärke: 1:3 gegen Bayern, 0:2 gegen Leeds, aber 4:0 gegen den VfL Bochum. Trier hatte zuvor einen Sieg gegen Alemannia Aachen gefeiert, doch im Pokal reichte das nicht. Sechs Tore, keine Chance — so bleibt es in den Statistiken.