Am Freitagabend trafen Lüneburger SK Hanza und Werder Bremen im Sechzehntelfinale des DFB-Pokals aufeinander. Das Spiel endete am Jahn-Stadion mit einem klaren 0:3 für die Gäste aus Bremen. Werder ging ohne Punktverlust weiter.
Der erste Moment, der das Spiel bestimmte, kam früh. In der elften Minute nutzte J. Stage eine Gelegenheit und schloss ab. Die Gastgeber blieben ruhig, aber der Druck wuchs. Interessant wird es, wenn man sich ansieht, wie Werder die Räume nutzte. Nebenbei fiel: In der 44. Minute erhielt N. Fullkrug die erste Gelbe Karte des Abends – kein Foul, sondern eine Warnung im Aufbau.
Nach der Pause änderte sich wenig an der Balance. In der 53. Minute verwandelte Fullkrug einen Strafstoß. Der Torwart von Hanza stand falsch, das war klar zu sehen. Und dann kam der nächste Treffer. In der 76. Minute zog L. Reis das Spiel über die linke Seite und knackte die Abwehr. Drei Tore, keine Antwort. Die Statistik bestätigt das Bild: 28 Prozent Ballbesitz gegen 72, zwei Schüsse aufs Tor bei Hanza, acht bei Werder – davon drei verwertet.
Die Zahlen erzählen eine Geschichte, die man auch ohne Zählen hätte sehen können. Werder kreiste 201 Angriffe, Hanza 82. Die Gäste kreuzten 35-mal, die Gastgeber fünfmal. 16 Key Passes bei Bremen, null bei Lübeck. Und dann diese merkwürdige Zahl: 0,05 Expected Goals für die Heimmannschaft. Das bedeutet nicht, dass sie nichts versuchten. Es bedeutet, dass die Versuche nicht den Weg fanden.
Was das für die weitere Runde bedeutet, steht noch nicht fest. Werder Bremen steht mit einem Bein in der nächsten Runde. Hanza muss nun damit leben, dass vier Minuten entscheidender Spielzeit mehr als genug waren, um den Abend zu beenden. Die Gastgeber hatten am Ende 40 Clearances, weil sie zurückziehen mussten. Die Gäste hatten 11. Das sagt alles.