Kaiserslautern besiegt Waldhof nach Verlängerung
Im Achtelfinal der deutschen Pokalrunde setzte sich Kaiserslautern in Mannheim mit 1:0 durch. Das Spiel endete nach zwei Verlängerungsperioden, das entscheidende Tor fiel in der 120. Minute. Ibrahim Kanate sorgte für die Entscheidung, und der Gast aus der Pfalz zog weiter.
Die erste Halbzeit blieb ereignisarm. In der 38. Minute sah Mika Haas die erste Gelbe Karte, kurz vor der Pause folgte Maxwell Gyamfi. Interessant wird es, wenn man die Zahlen betrachtet: Waldhof hatte 47 Prozent Ballbesitz, Kaiserslautern 53. Dabei schuf die Gastmannschaft fünf große Chancen, die Gastgeber nur eine. Und dann kam die zweite Halbzeit.
Ab der 51. Minute häuften sich die Verwarnungen. Julian Ulbricht, Kushtrim Asallari und Moritz Malik Polte wurden verwarnt, dazu kamen in der Schlussphase noch Vincent Thill und Alex Murphy. Waldhof tauselte früh, in der 65. Minute kamen Mergim Berisha und Mika Haas für die Gastgeber. Kaiserslautern verzögerte, wechselte in der 77. Minute doppelt.
In der Verlängerung änderte sich wenig am Bild, bis zur 120. Minute. Kanate traf, und damit war das Spiel entschieden. Er selbst sah noch in der 120+1. Minute die Gelbe Karte. Die Statistik zeigt, was die Gäste besser machten: 2,47 erwartete Tore gegenüber 1,11 für Waldhof, und fünf große Chancen statt einer.
Waldhof hatte 11 Schüsse, davon 5 aufs Tor, Kaiserslautern 14 Schüsse mit ebenfalls 5 Treffern aufs Ziel. Die Gastgeber blockten 7 Schüsse, die Gäste 8. Waldhof verlor den Ball öfter in der eigenen Hälfte, 178 Pässe gegenüber 244 bei den Gästen. Der Pokal geht weiter, und die Gastgeber müssen sich mit dem Aus zufriedengeben.
Die Tabelle sagt wenig aus, die Runde hat gerade begonnen. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Kaiserslautern in solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, sondern die Effizienz. Drei Verwarnungen in der 90+9. Minute zeigten noch einmal, wie nervös die Gastgeber wurden. Und dann fiel der Treffer.
Waldhof verlor seinen Mann, als die Verlängerung kam. Die Gastgeber hatten 51 Clearances, die Gäste 43. Doch es ging nicht um die Abwehr, sondern um die Konversion. Fünf große Chancen für Kaiserslautern, eine davon genutzt. Das war genug.