Am Samstagabend, dem 4. Oktober 2026, traf EPG Koblenz Basket im Pro-A-Heimspiel auf die Artland Dragons. Die Gastgeber gewannen mit 92:82. Es war ein Ergebnis, das auf den ersten Blick wenig überraschend wirkt, wenn man die Tabellenpositionen betrachtet. Koblenz rangiert auf Platz 14, die Gäste auf Platz 5. Und doch, interessant wird es, wenn man genau hinsieht.
Wir hatten die Artland Dragons favorisiert, die Sicherheit lag bei 54 Prozent für einen Auswärtssieg. Der Matchverlauf hat sich anders entwickelt. Der Unterschied lag nicht in der Statistik, sondern in der Art, wie beide Seiten ihre Rollen annahmen. Koblenz blieb nah dran, Artland fand nicht die Ruhe, die ein solches Spiel erfordert.
Die Tabelle nach 34 Spielen zeigt: 13 Siege und 21 Niederlagen für Koblenz, 21 Siege und 13 Niederlagen für die Dragons. Das ist der Hintergrund. Aber in solchen Spielen zählt die Tabelle nicht. Es zählt, wer den nächsten Ball findet, wer den nächsten Wurf annimmt. Die Gäste hatten die besseren Zahlen im Saisonverlauf, doch am Ende dieser Partie reichte es nicht.
Und dann fiel die Entscheidung nicht in einer einzelnen Phase. Es war die Summe von Momenten, wo Koblenz näher war als erwartet. Die Gastgeber kamen nie in die Zweikämpfe der Artland Dragons so richtig in Fahrt, während sie selbst in entscheidenden Phasen besser standen. Nebenbei: Die Dragons hatten in den letzten Spielen gegen Göttingen und Gießen 46ers unterschiedliche Ergebnisse erzielt – 81:69 und 87:91. Konsistenz fehlt auch hier.
Für Koblenz bedeutet der Sieg drei Punkte. Die Distanz nach oben bleibt groß, aber der Abstand nach unten vergrößert sich. Die Dragons verlieren an Boden in der oberen Tabellenhälfte. Der Vorsprung, den sie aufgebaut hatten, schmilzt. Die Hitze bremste das Tempo, oder vielleicht war es einfach die Überlegenheit einer Mannschaft, die mehr wollte als nur die Statistik.