Die Weltmeisterschaften 2014 und 2018 fanden ohne Paraguay statt. Das ist umso auffälliger, als die Mannschaft nur wenige Jahre zuvor zu den besten der Weltrangliste gehört hatte: 1995 stand sie auf Rang 103, 2001 auf Rang 8. Wie es zu diesem Aufstieg kam, hat einen Namen und eine Elf.
Ende der 1990er Jahre bildeten der Torhüter José Luis Chilavert, die Verteidiger Carlos Gamarra und Celso Ayala sowie Francisco Arce das Gerüst der Mannschaft. Chilavert wurde dreimal zum besten Torhüter der Welt gewählt und erzielte für die Nationalelf 8 Tore. 1998 kam diese Generation bei der Weltmeisterschaft ins Achtelfinale. Gamarra führte die Auswahl 2004 als Kapitän zu olympischem Silber und stand in drei Weltmeisterschaften auf dem Platz. Den weitesten Weg bei einer Weltmeisterschaft ging Paraguay 2010 mit dem Viertelfinale, ein Jahr später verlor die Mannschaft das Endspiel der Copa América gegen Uruguay.
Die Copa América hat Paraguay zweimal gewonnen, 1953 und 1979. Roque Santa Cruz, mit 32 Toren bester Torschütze der Nationalelf, spielte von 1999 bis 2016 und begleitete damit den Abschwung nach 2001 bis zum Ende.
Die erste Nationalmannschaft trat 1910 zusammen. Anlass war die Einladung von Hércules aus Corrientes in Argentinien zu einem Freundschaftsspiel, das 0:0 endete. Ihre Heimspiele trägt die Auswahl, die als „La Albirroja“ und „La Garra Guaraní“ bekannt ist, im Estadio Defensores del Chaco in Asunción aus, wo etwa 34.451 Zuschauer Platz finden.