Pelé ist der einzige Spieler, der den Weltmeistertitel dreimal gewann: 1958 in Schweden, 1962 gegen die Tschechoslowakei, 1970 gegen Italien. Zwei weitere Titel kamen 1994 gegen Italien und 2002 gegen Deutschland hinzu – fünf WM-Siege, mehr als jede andere Nation. Der Torjäger, der diese Bilanz inzwischen überstrahlt, ist Neymar, der laufende Rekordtorschütze der Seleção.
Den Spitznamen Canarinho trägt die Mannschaft seit 1954, seit dem Jahr, in dem das gelbe Trikot eingeführt wurde. Die Farben Gelb, Blau, Grün und Weiß sind in der Satzung des brasilianischen Fußballverbandes CBF festgelegt, nach dem Vorbild der Nationalflagge. Ein festes Heimstadion besitzt die Seleção nicht, Länderspiele finden im ganzen Land statt, am häufigsten aber im Maracanã in Rio de Janeiro, das knapp 79.000 Zuschauer fasst.
In der Copa América steht Brasilien bei neun Titeln, zuletzt 2019 gegen Peru, zuvor zweimal in Serie gegen Argentinien, den Clásico Sudamericano-Rivalen. Mit Uruguay verbindet die Mannschaft eine ältere Rechnung: die Niederlage im WM-Finale 1950 im eigenen Maracanã, bekannt als Maracanaço, prägt die Rivalität bis heute stärker als jeder spätere Titel.
Begonnen hatte alles am 20. September 1914 mit dem ersten offiziellen Länderspiel, einer Begegnung gegen Argentinien in Buenos Aires. Zwei Jahre später, am 21. Juni 1916, entstand aus der vorherigen Federação Brasileira de Sports die Confederação Brasileira de Futebol, die die Seleção bis heute verwaltet.