Im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 schied Australien gegen Argentinien aus – bereits das dritte Achtelfinale seiner Geschichte, nach 2006 und 2022. Sieben WM-Teilnahmen stehen inzwischen zu Buche, seit dem Debüt 1974.
Die Auswahl trägt den Spitznamen Socceroos, geprägt 1972 vom Journalisten Tony Horstead im Vorfeld der WM 1974 – bei einer Fanumfrage 1967 hatte der Name zuvor noch gegen „Emus" verloren. Das erste Länderspiel bestritt Australien am 17. Juni 1922 in Dunedin gegen Neuseeland und verlor mit 1:3. Ein festes Heimstadion gibt es bis heute nicht: Länderspiele finden je nach Anlass im Melbourne Cricket Ground, im Accor Stadium in Sydney, im Marvel Stadium, im Adelaide Oval oder im Suncorp Stadium in Brisbane statt.
Größter Erfolg bleibt der Titel beim Asian Cup 2015, nachdem man 2011 im Finale gescheitert war. Aus der Zeit in der Ozeanischen Fußball-Konföderation, der Australien bis 2005 angehörte, stammen vier Titel im OFC Nations Cup, errungen 1980, 1996, 2000 und 2004.
Kapitän der Asian-Cup-Mannschaft von 2015 war Lucas Neill, der zuvor bereits drei Weltmeisterschaften bestritten hatte. Als Rekordtorschütze gilt Tim Cahill mit 50 Toren in 108 Länderspielen, erzielt über drei WM-Turniere hinweg. Den bekanntesten seiner Treffer erzielte Harry Kewell, der 2006 gegen Kroatien traf und mit dem FC Liverpool die UEFA Champions League gewann.
Kein Gegner wiegt schwerer als Neuseeland. Das Trans-Tasman-Derby gegen die All Whites wird um die Soccer Ashes ausgetragen, eine 1923 geschaffene und 2023 wiederbelebte Trophäe. Zwischen 1983 und 1995 stand zusätzlich der Trans-Tasman Cup auf dem Spiel, den Australien viermal gewann.