Coleraine und Linfield trafen sich am Donnerstagabend in der neunstplatzierten Runde der Premiership. Die Gäste gewannen mit 3:1. Der Ausgang war nicht zu erwarten, wenn man die Tabellenlage betrachtet. Beide Mannschaften standen nach neun Spielen auf je 22 Punkten, der Erste und der Zweite punktgleich.
Die Partie begann überraschend für die Gastgeber. In der neunten Minute traf A. Frizzell und brachte Coleraine in Führung. «Und dann» zeigte sich, dass Linfield nicht zusammenzog. In der 25. Minute glich C. Shields aus. Die Szene ging schnell weiter, keine Pause, kein Durchatmen. Linfield nahm den Rhythmus vorweg.
In der Halbzeitpause lagen bereits vier Gelbe Karten auf dem Feld, je zwei für jede Seite. K. McClean und B. Wylie erhielten ihre Verwarnungen kurz vor dem Pfeifsignal. Nebenbei fiel auf, dass beide Mannschaften in der 46. Minute tauschten. L. Kane und R. Slevin kamen für Coleraine, die taktische Anpassung war sofort spürbar.
Interessant wird es in der zweiten Halbzeit. In der 57. Minute schoss K. Moore Linfield in Führung. Coleraine reagierte, brachte D. Boyle und später K. Millar und B. Doherty. Doch der Ausgleich blieb aus. In der 80. Minute traf M. Shevlin zum 3:1. Das Spiel war entschieden, die Gäste behielten einen kühlen Kopf.
Die Statistik sagt wenig über den Verlauf. Coleraine hatte 72 Angriffe gegenüber 54, doch nur einen Treffer auf Ziel. Linfield traf dreimal, bei weniger Angriffen. Viele Schüsse ohne Tor bedeuten vergebene Chancen. Der Vorsprung war nicht glücklicher, er war verdient.
Wir hatten einen Sieg der Gastgeber vorhergesagt. Die Prognose lag bei 45 Prozent, sie traf nicht. Was das Spiel umdrehte, war die Effizienz in der zweiten Halbzeit. Drei Schüsse, drei Tore. Coleraine schaffte es nicht, den Druck umzusetzen.
Nach der Niederlage bleibt Coleraine am Tabellenende der Spitzengruppe, punktgleich mit Linfield. Beide Mannschaften haben sieben Siege, eine Niederlage und ein Unentschieden. Der Vorsprung im Vergleich zu den Verfolgern beträgt nun zwei Punkte. Die Tabelle hat sich nicht verändert, nur die Dynamik im Kopf der Mannschaften.