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Ancelotti streicht Neymar und Casemiro aus Brasiliens Kader

Der neue Brasilien-Trainer beruft erstmals seit der WM 2026 nominell, macht Raphinha zum Anführer und setzt auf acht Debütanten für den Umbruch.

Carlo Ancelotti im Anzug zeigt mit dem Finger, steht auf der Tribüne

Carlo Ancelotti hat seinen ersten Kader nach der WM 2026 benannt. Von den 26 Spielern, die im Sommer nach Nordamerika gereist waren, fehlen 15 in der neuen Liste. Acht Spieler stehen erstmals im Aufgebot der Seleção.

Neymar spielt darin keine Rolle mehr. Nach der 1:2-Niederlage im Achtelfinale gegen Norwegen hatte er seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Auch Casemiro fehlt: Der 34-Jährige hatte Europa in Richtung Inter Miami verlassen, ein Karriereende in der Seleção galt als absehbar. Ancelotti ging über diese beiden Abgänge jedoch deutlich hinaus und strich auch Danilo und Weverton aus dem Kreis der Stammspieler.

Neuer Anführer soll Raphinha werden, der Flügelspieler des FC Barcelona. Mit Vinícius Júnior, Bruno Guimarães und Marquinhos bleiben nur wenige weitere Namen aus dem WM-Kader gesetzt. Unter den Debütanten stehen Torhüter Pedro Morisco (Coritiba) und Otávio (Cruzeiro) sowie die Verteidiger Arthur Dias (Athletico Paranaense) und Mittelfeldspieler Breno Bidon (Corinthians). Joao Pedro von Chelsea, bei der WM überraschend nicht berücksichtigt, kehrt zurück.

Der komplette Kader: Tor – Hugo Souza (Corinthians), Pedro Morisco (Coritiba), Otávio (Cruzeiro). Abwehr – Arthur Dias (Athletico Paranaense), Wesley (AS Roma), Marquinhos (Paris Saint-Germain), Gabriel Magalhães (Arsenal), Douglas Santos (Zenit), Jair (Nottingham Forest), Matheuzinho (Corinthians), Mauro Júnior (PSV Eindhoven), Vitor Reis (Manchester City). Mittelfeld – Bruno Guimarães (Arsenal), Andrey Santos (Manchester City), Danilo (Botafogo), Douglas Luiz (Juventus), Breno Bidon (Corinthians), Gabriel Bontempo (Santos). Angriff – Endrick (Real Madrid), Estêvão (Chelsea), Joao Pedro (Chelsea), Pedro (Flamengo), Raphinha (Barcelona), Rayan (Bournemouth), Samuel Lino (Flamengo), Vinícius Júnior (Real Madrid).

Das Durchschnittsalter des Kaders liegt bekanntlich unter 25 Jahren. Ancelotti hatte im Juli in einem Gespräch mit der Associated Press angekündigt, gezielt Spieler einzubauen, die auch für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles infrage kommen und als Gerüst für die WM 2030 dienen sollen.

Brasilien bestreitet in diesem Länderspielfenster drei Partien: am 25. September in Townsville und am 29. September in Brisbane jeweils gegen Australien, danach am 3. Oktober in Kalkutta erstmals überhaupt gegen Indien, wo die Seleção Millionen Anhänger zählt.

Für Brasilien beginnt damit ein neuer Zyklus ohne die Generation um Neymar. Ob Spieler wie Endrick, Estêvão oder Andrey Santos den Umbruch tragen können, wird sich erst in den kommenden Länderspielen zeigen.

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