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FAI scheitert mit Antrag zu Israel-Vermeidung bei UEFA

Die UEFA lehnte den irischen Wunsch ab, künftig nicht mit Israel gelost zu werden. Irland trifft Israel am 27. September und 4. Oktober in der Nations League.

David Cowell, FAI-Geschäftsführer, mit Brille und weißem Hemd vor grünem FAI-Logo

Der irische Fußballverband FAI ist mit dem Wunsch abgeblitzt, in künftigen Auslosungen nicht mehr auf Israel zu treffen. Das teilte FAI-Geschäftsführer David Courell mit. Die UEFA habe den Antrag klar abgelehnt.

"Die Antwort war ziemlich eindeutig. Dafür gibt es bei der UEFA einen offiziellen Begriff – den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr, so etwas wie eine Liste von Mannschaften, die nicht gegeneinander gelost werden dürfen. Sie beruht in erster Linie auf Konflikten, auf direkten Konflikten, nicht auf der öffentlichen Stimmung. Irland und Israel standen nie in einem direkten Konflikt. Diese Antwort habe ich so hingenommen", sagte Courell.

Irland und Israel waren im Februar in dieselbe Gruppe der Nations League gelost worden. Sie treffen am 27. September und am 4. Oktober aufeinander, beide Partien auf neutralem Boden: in Backa Topola in Serbien ohne Zuschauer, in Debrecen in Ungarn ohne irische Fans.

Im Juli hatten die FAI-Delegierten bei einer außerordentlichen Generalversammlung mehrheitlich dafür gestimmt, die Spiele trotz Boykottaufrufen auszutragen. Die Kampagne "Stop the Game" von Irish Sport for Palästina hatte zuvor zum Boykott aufgerufen, der Druck auf den Verband wuchs mit dem andauernden Nahostkonflikt.

In der laufenden WM-Qualifikation Europa steht Irland nach vier Spielen mit vier Punkten auf Platz drei, Ungarn mit fünf Punkten auf Platz zwei. Für Irland trafen bislang Troy Parrott zweimal sowie Adam Idah und Robbie Brady je einmal. Vor der Länderspielpause war zudem bekannt geworden, dass Kapitän Nathan Collins wegen einer Wadenverletzung für den Nations-League-Auftakt auszufallen droht.

Bleibt die UEFA bei ihrer Linie, dürften Irland und Israel auch in kommenden Wettbewerben wieder in einer Gruppe landen. Der Streit um die Spiele im Herbst dürfte den Verband damit über den Oktober hinaus begleiten.

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