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Gordon stützt Tuchels DNA-These: England ist nicht Spanien

Vor dem Nations-League-Spiel gegen Spanien sagt Anthony Gordon, England könne Spiele nicht über Ballbesitz kontrollieren, und fordert mehr Fokus auf eigene Stärken.

Thomas Tuchel schüttelt Anthony Gordon die Hand in weißer England-Uniform

Anthony Gordon hält Thomas Tuchels Satz von der englischen "DNA" für zutreffend. Der Flügelspieler von Newcastle United sagte auf einer Pressekonferenz in St George's Park, England habe die Fähigkeit nicht, Spiele über Ballbesitz zu kontrollieren wie Spanien. Am Samstag trifft die Nationalmannschaft in der Nations League auf den Weltmeister. Es ist das erste gemeinsame Spiel seit der Weltmeisterschaft.

"England als Nation, wir haben diese Stärke nicht wie die Spanier, bei denen wir Spiele so kontrollieren wie sie", sagte Gordon laut Sky Sports. "Es steckt nicht in uns."

Tuchel hatte sich nach dem Halbfinale ähnlich geäußert. England hatte gegen Argentinien durch Gordons Tor geführt, der Trainer nahm Gordon vom Platz und stellte auf eine Fünferkette um. Enzo Fernández, inzwischen von Chelsea zu Real Madrid gewechselt, glich aus, Lautaro Martínez traf in der Nachspielzeit zum 2:1 für Argentinien. Tuchel sagte danach: "Ich glaube, Ballbesitz spielt eine entscheidende Rolle. Es liegt vielleicht nicht in unserer DNA wie in der spanischen oder der argentinisch-brasilianischen, den Ball zu nehmen und das Spiel mit dem Ball zu kontrollieren."

Kritik zog die Aussage auch wegen der Kaderwahl auf sich. Cole Palmer, Phil Foden und Trent Alexander-Arnold standen nicht im Aufgebot. Kobbie Mainoo von Manchester United bekam im Turnier keine Minute.

England gewann das Spiel um Platz 3 gegen Frankreich mit 2:1. Es ist das beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft seit 1966. Gordon sagte, er habe sich nach dem Halbfinale "nie schlechter gefühlt". Die Niederlage hinterlasse eine Narbe, aber: "Die Narbe muss keine negative sein, denn sie könnte uns bei den nächsten Turnieren zum Sieg führen."

"Wir können nicht ständig auf andere Länder schauen und versuchen, wie sie zu sein, denn wir sind nicht sie", sagte er. "Wir sind Engländer und haben unsere eigenen Stärken, die sie nicht haben. Vielleicht spielen wir also so, wie wir gut sind."

Ob Tuchel den Spielern dafür Platz lässt, dürfte auch daran gemessen werden, wer aufläuft.

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