Am Samstag traf Piast Gliwice auf Wisła Kraków in der Ekstraklasa, Runde vier. Das Spiel endete 3:4 für die Gäste vom Weichselufer. T. Christensen glänzte für die Gastgeber, doch am Ende zählte nur das Ergebnis.
In der sechsten Minute legte Christensen vor, und dann ging es weiter. Vierzig Minuten später wurde es interessant, als Matúš Vojtko die erste Karte sah. Das Spiel hatte sich noch nicht entschieden, die Gäste warteten nur.
Nach der Pause änderte sich die Dynamik. Christensen erhöhte in der zweiundsechzigsten Minute, und dann kam die Wende. Miki Villar glich in der vierundsechzigsten aus, und in der einundsiebzigsten Minute stellte Christensen mit seinem dritten Treffer wieder klar. Aber nebenbei passierte etwas anderes: die Gäste ließen nichts mehr anbrennen.
Die letzte Viertelstunde wurde zum Geduldsspiel. In der zweiundachtzigsten Minute wurde Christensen selbst ausgewechselt – der Mann, der das Spiel für Piast geprägt hatte. Dann kamen die Tore in der neunzigsten Minute: Maziarz, Czerwinski, Sanca. Und in der zweiten Minute der Nachspielzeit setzte Sanca den Schlusspunkt. Das war mehr, als die Statistik erwarten ließ.
Piast hatte 55 Prozent Ballbesitz, 109 Angriffe und sieben Eckbälle. Wisła Kraków reichte 45 Prozent, 85 Angriffe und zwei Eckbälle. Die Gäste verwandelten fünf große Chancen, während die Gastgeber nur zwei erschufen. Viele Schüsse, ein Tor – das war Piasts Problem. Wisła war effizienter, und das reichte.
Piast bleibt auf dem sechsten Platz mit zehn Punkten aus sieben Spielen. Wisła Kraków bleibt auf dem siebzehnten Rang mit vier Punkten aus sechs Spielen. Die Lücke bleibt groß, aber die Gäste haben gezeigt, dass sie in Gliwice Punkte holen können. Ein Derby mit eigener Rechnung, und diesmal zählte nur die Effizienz.